Eine flache Mulde in der Natur, in der Wasser steht und langsam versickert

Regen behalten statt wegschicken: Wie dein Garten zum Schwamm wird (und du endlich weniger gießt)

Inhalt

Zum Stichwort Wasser gibt es Sätze, die haben sich so tief in Gartengespräche eingebrannt, dass man sie kaum noch als Meinung erkennt. Sie klingen eher wie Naturgesetze:

„Das Wasser muss vom Haus weg.

„Der Boden darf auf keinen Fall vernässen.

„Nach einem kräftigen Regen muss das Wasser schnell verschwunden sein.

Das war lange Zeit sehr vernünftig – denn niemand wünscht sich feuchte Keller, glitschige Wege oder eine Terrasse, die sich anfühlt wie ein schlecht gelauntes Moor.

Nur leben wir nicht mehr in den gleichen Sommern wie früher – und wir stellen unseren Gärten inzwischen andere Fragen. Statt „Wie kommt das Wasser schnell aus dem Garten heraus?“ lauten sie eher: „Wie komme ich durch den August, ohne jeden Abend zwei Stunden zu gießen und dabei still zu verhandeln, ob ich nicht doch lieber eine Badewanne in den Vorgarten stellen sollte?

Vielleicht sind das gar nicht zwei verschiedene Fragen. Vielleicht sind sie dieselbe – nur von zwei Seiten betrachtet.

Denn der Unterschied zwischen „entspanntem Sommergarten“ und „Garten, der im Juli zusammenbricht“, beginnt nicht bei der Pflanzenauswahl. Er beginnt tatsächlich beim Wasser – genauer gesagt bei der Frage: „Was geschieht mit einem Regentropfen, nachdem er bei dir im Garten auf den Boden gefallen ist?

Der Regentropfen-Test (oder: Warum der wichtigste Sommervorrat oft im November entsteht)

Vielleicht hast du das in der Nachbarschaft mal beobachten können: Nach längeren Hitzeperioden sehen manche Gärten erstaunlich … unbeeindruckt aus. Stauden stehen schön aufrecht, der Boden wirkt kühl, und die Pflanzen blühen, als hätte der Sommer nur kurz Hallo gesagt und sei dann wieder gegangen.

Zwei Grundstücke weiter: verbrannter Rasen, hängende Hortensien, flimmernde Hitze zwischen Gehwegplatten. Und das, obwohl dort genauso viel gegossen wird – manchmal sogar mehr!

Woran das liegt? Klar spielen Standort, Bodenart und Pflanzenauswahl eine Rolle. Aber der entscheidende Unterschied entsteht oft nicht im Juli. Er entsteht an Regentagen – nicht selten sogar an Regentagen im November. Das, was wir im Sommer als „Trockenheit“ erleben, ist häufig nicht nur ein Mangel an Regen. Es ist ein Mangel an der Fähigkeit des Gartens, Regen zu speichern.

Wenn dein Boden im Winter und Frühjahr kein Wasser einlagern kann, kannst du dir im Sommer „einen Wolf gießen“ und dich fragen, ob du eigentlich noch einen Garten hast oder nur ein sehr teures Bewässerungsprojekt. Es bleibt ein Notbetrieb – und Notbetrieb ist auf Dauer nicht romantisch.

Der wichtigste Sommervorrat entsteht dann, wenn niemand über Trockenheit spricht – sondern wenn es „einfach nur regnet“. Im November zum Beispiel oder im Februar.

Herbstlaub liegt am Boden in einer Pfütze
Im Herbst fällt der Regen, den wir im Sommer gut gebrauchen können …

Regen ist nicht das Problem – seine Geschwindigkeit ist es

Viele Grundstücke wurden seinerzeit (und werden es immer noch) nach der einfachen Grundidee bebaut: Alles Wasser muss weg – schnell, berechenbar, unsichtbar.

Dachrinnen führen in die Kanalisation. Einfahrten bekommen ein sorgfältig berechnetes Gefälle. Drainagen sorgen dafür, dass „alles trocken ist“. Als guter Garten gilt einer, in dem nach einem Gewitter keine Pfützen stehen (Pfützen sind schließlich der Anfang vom Ende, oder?).

Das hatte seinerzeit eine Berechtigung und ist kein Vorwurf. Nur spielt das Wetter inzwischen ein ganz anderes Spiel: Längere Hitze- und Trockenphasen wechseln sich mit kurzen, teils sehr intensiven Regenereignissen ab. Innerhalb einer Stunde fällt heute so viel Wasser wie früher in mehreren Wochen. Blöd daran: Der größte Teil verschwindet ungenutzt – besonders dort, wo Böden verdichtet oder versiegelt sind.

In sehr vielen Gärten ist Wasser nicht zu wenig oder zu viel. Wasser ist vor allem eines: zu schnell.

Es ist zu schnell weg, wenn es trocken ist (Verdunstung + ablaufende Oberflächen + fehlende Speicher im Boden).

Und es ist zu schnell da, wenn Starkregen kommt (Versiegelung + verdichtete Böden + fehlende Rückhalteräume).

Das ist nicht nur im Sommer ein Problem, aber da wird es besonders deutlich. Während wir im Juli über Trockenheit klagen, verlieren wir im Winter und Frühjahr enorme Mengen Wasser, weil unsere Grundstücke sie gar nicht aufnehmen können.

Anders gesagt: Wir beklagen den leeren Vorratsspeicher, obwohl wir seine Tür monatelang offen stehen lassen.

Schwammgarten: sperriges Wort, ziemlich gutes Bild

In den letzten Jahren ist ein Begriff populär geworden, der ein bisschen klingt, als hätte ihn jemand in einer Sitzung erfunden, in der alle dringend Kaffee brauchten: der Schwammgarten – und seine große Schwester, die Schwammstadt.

Es klingt zwar ein bisschen nach Bastelstunde, aber ich mag das Bild: Ein Schwamm versucht nicht, Wasser festzuhalten, indem er es einsperrt. Er nimmt es auf, speichert es – und gibt es langsam wieder ab.

Genau das ist die Aufgabe eines Gartens, und eigentlich war sie das schon immer. Der Begriff „Schwammgarten“ erinnert uns an etwas, das gute Gärten nie verlernt hatten – bis wir angefangen haben, sie wie Wohnräume zu behandeln: Wasser ist kein Unfall. Es ist der Beginn fast aller Prozesse.

Eine herzförmige Pfütze von oben betrachtet
Ein Herz für Pfützen und langsam versickerndes Wasser!

Warum Regenwasser keine Abfallware ist

Ist dir mal aufgefallen, wie sehr unsere Wörter zeigen, wie wir über Regen denken?

Wir entsorgen Regenwasser.

Wir leiten es ab.

Wir sprechen von Entwässerung.

Kaum eines dieser Wörter klingt nach „kostbare Ressource“ – eher nach Müllabfuhr. Und das ist der Denkfehler, der uns im Sommer so teuer zu stehen kommt. Denn Regen ist nicht einfach etwas, das „halt passiert“. Regen ist in unseren Breiten (trotz allem) der wertvolle Rohstoff, aus dem ein Garten seine Stabilität baut.

Nur klappt das eben nicht, wenn das Wasser zu schnell wieder weg ist.

Was im Boden passiert, wenn Wasser langsam versickern darf (aka Boden-Magie)

Wo Wasser langsam in den Boden einsickern kann, beginnt ein ganzer unsichtbarer Betrieb zu arbeiten: das Bodenleben.

Unser „Boden“ ist ein lebendiges (und völlig unterschätztes!) Gefüge aus Mineralien, organischer Substanz, Luft, Wasser und unzähligen Organismen. Regenwürmer, Springschwänze, Pilze, Bakterien und viele andere Lebewesen arbeiten dort ununterbrochen daran, abgestorbenes Material umzubauen, Nährstoffe verfügbar zu machen und feine Hohlräume zu schaffen, in denen Wasser gespeichert werden kann. Organisches Material wird in Humus umgewandelt.

Wenn du einmal einen gesunden Waldboden mit der Hand aufgenommen hast, kennst du das: Gesunder Boden wirkt locker und federnd. Zwischen den Fingern zerfällt er in kleine Krümel, die nach feuchter Erde riechen. Selbst nach längeren Trockenphasen findet sich darunter oft noch erstaunlich viel Feuchtigkeit.

Ist ein Boden erst einmal verdichtet, regeneriert sich das nicht über Nacht. Derart geschädigter Boden erinnert sich lange an jeden Bagger und jede schwere Maschine. Seine Poren sind kleiner, der Luftaustausch nimmt ab, Wasser dringt schlechter ein. Was oberflächlich wie „einfach trocken“ aussieht, ist oft das Ende einer langen Geschichte aus Verdichtung und zu schnellem Abfluss.

Deshalb beginnt ein Schwammgarten nicht mit einer gut gemeinten Regentonne. Er beginnt direkt unter unseren Füßen, mit dem Bodenleben: Nur wenn das intakt ist, kann dein Gartenboden sein Potenzial als Wasserspeicher nutzen.

So erkennst du, ob dein Garten schon wie ein Schwamm funktioniert

Wenn du wissen willst, ob du gerade „Gießstress“ verwaltest oder ein echtes Wassersystem aufbaust, brauchst du keine Laboranalyse. Oft reicht ein kleiner Blick in den Untergrund:

  • Spatenprobe: Kannst du einen Spatenstich machen, ohne dass du danach das Gefühl hast, du hättest nebenbei Beton gegossen? Riecht der Boden erdig-lebendig oder eher staubig „neutral“? Siehst du Wurzelräume und Krümel oder kompakte Platten und rieselnden Sand?
  • Regenwurm-Realität: Regenwürmer sind keine Deko, sie sind Infrastruktur. Wo sie fehlen, fehlt oft auch die Porigkeit, die Wasser braucht.
  • Einfacher Infiltrationsmoment: Wenn du nach einem Regen siehst, dass Wasser auf der Oberfläche steht und lange nicht einsickert, ist das ein Hinweis: Hier ist entweder Verdichtung, eine ungünstige Struktur oder schlicht ein Standort, der anders gedacht werden muss.

Das ist keine Bewertung deines Gartens. Das ist nur die Ausgangslage. Jeder Boden hat eine Geschichte – und viele könnten ihr Speicherpotenzial mehr nutzen. Aber eben nicht, wenn der Regen jedes Mal wieder gehen muss, sobald er ankommt.

Blick über eine Wiese mit mehreren Maulwurfshügeln: Bodenqualität!
Auch ein Indikator für schön lebendigen Boden – mit reichlich Würmern drin

Schwammgarten heißt nicht „Wasser ans Haus“, sondern „Wasser sicher führen“

An dieser Stelle kommt der Satz von früher zurück – und bekommt einen neuen Platz: „Das Wasser muss vom Haus weg.“

Ja. Vom Haus weg ist weiterhin eine gute Idee: Ein Schwammgarten ist nicht der Versuch, Wasser ans Fundament zu kuscheln oder alles „nass“ zu machen. Es geht darum, Wasser dorthin zu bringen, wo es sicher ist: in Flächen, die dafür gedacht sind.

Das klingt banal, ist aber in der Praxis der Unterschied zwischen „Wasser entspannt begrüßen“ und „autsch, warum hab ich das gemacht“. Deshalb gehört zu einem Schwammgarten immer etwas, das viele vergessen, weil es so unspektakulär ist: der Notausgang aka Überlauf. Jedes Speichersystem braucht einen Notausgang – auch der Regengarten, auch die Mulde, auch die Zisterne.

Die Frage ist nicht, ob es Starkregen gibt, der „zu viel“ ist, sondern: Wohin darf das Wasser dann laufen, ohne Schaden anzurichten? Der Unterschied zwischen Drama und Schwamm ist nicht die Mulde selbst, sondern der daran anschließende planmäßige Überlaufweg.

Pfütze oder Problem? Der Unterschied, der vielen Angst macht

Wenn wir über Schwammgärten sprechen, kommt oft sofort der Einwand: „Aber Staunässe ist doch schlecht!“

Ja. Dauerhaft nasse, sauerstoffarme Böden können Pflanzen schädigen. Das ist real. Aber: Kurzzeitiges Anstauen nach Starkregen ist nicht automatisch Staunässe. Eine Pfütze, die nach einigen Stunden oder (je nach Boden) innerhalb eines Tages wieder weg ist, kann Teil eines funktionierenden Systems sein – wenn sie am richtigen Ort entsteht. In der Natur sind solche wechselfeuchten Bereiche zudem sehr wichtige und extrem selten gewordene Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere.

Schwammgarten bedeutet nicht „alles bleibt jetzt immer nass“ und „unser Garten wird ein Feuchtgebiet“. Schwammgarten bedeutet „Wasser darf kurz bleiben, damit es überhaupt ankommen und vor Ort versickern kann“.

Eine Speicher-Sicker-Mulde auf einem Betriebsgelände hält Wasser auf
Eine naturnah begrünte Sickermulde, in deren Sohle Wasser stehen bleibt – ein super Lebensraum!

Der Schwammgarten-Blick: Was passiert mit einem Regentropfen?

Wenn du deinen Garten und seinen Wasserhaushalt besser verstehen willst, dann besuch ihn mal im Regen – und geh dem Weg des Wassers nach. Du wirst Dinge zum ersten Mal sehen und das System verstehen:

Da ist die kleine Kante, die das Wasser von den Blumen weg in Richtung Haus lenkt. Der „praktische“ Weg, der aber wie eine Rinne funktioniert. Eine verdichtete Fläche, die das Wasser einfach abperlen lässt. Ein Beet, das eigentlich ein Speicher sein könnte, aber eher ein Delta für Rinnsale ist. Wasser lügt nicht. Es nimmt immer den Weg des geringsten Widerstands.

Du wirst ganz praxisnah merken: Wassermanagement ist nicht nur „Gießen oder nicht gießen“. Es ist Wasserführung, -Geschwindigkeit und -Speicher.

Und an dem Punkt wird Schwammgarten vom Schlagwort zum echten Planungsprinzip – und zwar so:

Die fünf Bausteine eines Schwammgartens

Wenn man es auf eine einfache Struktur herunterbrechen will, dann reden wir von einem Garten, der Wasser auf fünf Ebenen gleichzeitig denkt:

1) Bremsen (an der Oberfläche)

Das Prinzip ist einfach: Alles, was das abgeregnete Wasser langsamer macht, gibt ihm Zeit, auf deinem Grundstück zu versickern. Beispiele: ein leichtes Bodenrelief mit Höhen und Tiefen, eine geschlossene Vegetationsdecke, Mulch, raue Oberflächen, entsiegelte Flächen statt Pflaster.

2) Sammeln (in Mulden/Regengärten)

Nicht die klassische Regentonne, sondern: ein etwas tiefer liegender Bereich, den Wasser bei einem Starkregen kurz füllen darf, ohne Schaden anzurichten – zum Beispiel eine Mulde, ein Graben oder ein Teich. Nicht als dauerhafter „Sumpf“ gedacht, sondern als kontrollierter Puffer, von wo das Wasser später versickern und/oder verdunsten kann. Im Naturgarten sind das gern wechselfeuchte Beete oder Speicher-Sicker-Teiche.

3) Speichern (im Boden)

Humus, Struktur, Bodenleben, Wurzeln – das ist eigentliche Wasserkonto in deinem Garten! Ein lebendiger und nicht verdichteter Boden ist deine wichtigste Ressource in trockenen Zeiten. Je besser es dem Boden geht, desto hervorragender kann er sein Speicherpotenzial ausleben und desto länger bleibt dein Garten im Sommer auch bei Hitze und Trockenheit entspannt und ungestresst.

4) Puffern (durch Technik, wenn nötig)

Rigolen, Retentionskörper, Zisternen und auch Regentonnen – sie sind hilfreich, aber selten der Anfang der Geschichte. Trotzdem können sie eine große Hilfe sein, um die Kellerwände und den Kanal zu entlasten, Regenwasser in Haus und Garten zu nutzen und kostbares Trinkwasser zu sparen.

5) Stabilisieren (mit Pflanzen)

Die wichtigste Ressource für einen guten Boden als Speicher – und damit er es wieder wird und/oder bleibt – sind mehrschichtige, robuste Stauden- und Gehölzpflanzungen, die Boden beschatten, Wurzeln in verschiedene Tiefen bringen und das Mikroklima im Garten verbessern.

Das klingt nach viel. In der Praxis ist es aber eher wie Domino: Wenn du an der richtigen Stelle anfängst, fallen die anderen Steine plötzlich klack! an ihren Platz.

„Welche Pflanzen bei Trockenheit?“ – Meine Lieblingsfrage ist eine Gegenfrage

Ich werde häufig gefragt, welche Pflanzen ich für trockene Gärten empfehle. Die Frage ist berechtigt, und klar gibt es Arten, die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen als andere.

Trotzdem antworte ich oft mit einer Gegenfrage: „Wie sieht´s denn mit Ihrem Boden aus?“

Nicht, weil Pflanzen unwichtig wären – sondern weil dieselbe Wildstaude auf zwei verschiedenen Böden zwei völlig unterschiedliche Leben führen kann: Auf einem tiefgründigen, humusreichen Boden mit funktionierendem Bodenleben übersteht sie Hitzeperioden oft erstaunlich gelassen. Auf einem verdichteten Untergrund, von dem jeder Regen oberflächlich abläuft, kämpft sie, wenn du nicht gießt wie ein Weltmeister, bereits im Frühsommer ums Überleben.

Die Pflanze ist die gleiche – aber ihr Wasserkonto nicht. Den Boden zu verbessern und zu pflegen vergrößert die Pflanzenauswahl, die du hast – und schafft gleichzeitig viel mehr Möglichkeiten für Biodiversität.

Klimaanpassung beginnt nicht bei der Pflanzenauswahl. Sie beginnt dort, wo entschieden wird, ob Regen bleiben darf oder nicht.

Wilde Blumen in einer Versickerungsmulde
Wechselfeuchte Standorte und Sickermulden haben das Potenzial für eine herrliche Blütenpracht

Hm, ich wiederhole mich, aber: Vielleicht ist „Ordnung“ das Problem

Ich denke, wir haben unsere Gärten lange nach einer Idee von Ordnung bewertet, die eher aus Innenräumen kommt: trocken, sauber, kontrolliert, immer gleich.

Aber ein Garten ist kein Wohnzimmer im Freien. Ein Garten ist ein lebendiges System. Und lebendige Systeme funktionieren nicht über permanente Kontrolle, sondern über Beziehungen, Kreisläufe und – ja – manchmal auch über eine Pfütze, die einfach mal da sein darf, solange sie am richtigen Ort ist.

Ein Schwammgarten ist deshalb nicht nur eine Antwort auf Hitze und Starkregen. Er ist auch eine deutlich freundlichere Art, deinen Garten zu denken: Nicht als Ort, den du ständig „retten“ musst. Sondern als System, das sich selbst versorgen kann – wenn du ihm die Chance dazu gibst.

Und diese Chance beginnt oft erstaunlich schlicht: mit dem nächsten Regentropfen. Und der Frage, ob er bleiben darf – und wo.


Ein Garten, der Wasser halten kann, spart nicht nur Gießwasser. Er bleibt länger grün, ist widerstandsfähiger gegen Hitze und bietet gleichzeitig mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Wenn du merkst, dass dein Garten Wasser gerade eher „wegorganisiert“ als speichert – und du dir ein System wünschst, das dich durch Starkregen und Trockenphasen trägt: Ich unterstütze dich gern mit einer naturnahen Planung, die Wasserführung, Bodenaufbau und Pflanzkonzept zusammen denkt. → Hier findest du mein Planungsangebot und alle Infos zur Zusammenarbeit

Was ist ein Schwammgarten?

Ein Schwammgarten speichert Regenwasser dort, wo es fällt, statt es möglichst schnell abzuleiten. So bleibt der Boden länger feucht und Pflanzen kommen besser durch Trockenperioden.

Wie funktioniert ein Schwammgarten?

Ein Schwammgarten bremst, sammelt, speichert und versickert Regenwasser. Entscheidend sind ein gesunder Boden, möglichst wenig Versiegelung und geeignete Flächen für die Versickerung.

Ist ein Schwammgarten dauerhaft nass?

Nein. Das Ziel ist nicht Staunässe, sondern eine zeitweise Speicherung von Regenwasser. Das Wasser versickert anschließend langsam im Boden oder verdunstet.

Brauche ich für einen Schwammgarten einen Teich?

Nein. Bereits Mulch, lockerer Boden, mehr Vegetation, kleine Geländemulden oder entsiegelte Flächen verbessern die Wasserspeicherung deutlich.

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