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	<title>Biodiversität Archive - Sonja Stadje Naturgarten | Planungsbüro für naturnahe Grün- und Freiräume | Naturgartenplanung</title>
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	<description>Für mehr Natur-Erlebnis und Biodiversität auf Firmengeländen, Schulhöfen und Stadtgrün sowie in privaten Gärten</description>
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		<title>&#8222;Wie weisen Sie die Wirksamkeit Ihrer Biodiversitätsprojekte nach?&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 19:26:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität mit Substanz]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen und Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Insektenfreundlich]]></category>
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					<description><![CDATA[Oder: Warum nicht alles, was zählt, gezählt werden kann &#8222;Wie weisen Sie die Wirkung Ihrer Maßnahmen heute gegenüber Ihren Auftraggebern nach?&#8220; Diese Frage wurde mir neulich gestellt. Nicht von einem Fördermittelgeber, nicht von einer Naturschutzbehörde, nicht von einer Dorfgemeinschaft, die wissen wollte, ob ihre neue Dorfmitte „funktioniert“ — sondern von einem Unternehmen, das ein Insekten-Messgerät [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Oder: Warum nicht alles, was zählt, gezählt werden kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Wie weisen Sie die Wirkung Ihrer Maßnahmen heute gegenüber Ihren Auftraggebern nach?&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Frage wurde mir neulich gestellt. Nicht von einem Fördermittelgeber, nicht von einer Naturschutzbehörde, nicht von einer Dorfgemeinschaft, die wissen wollte, ob ihre neue Dorfmitte „funktioniert“ — sondern von einem Unternehmen, das ein Insekten-Messgerät entwickelt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich musste erst einmal kurz innehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, weil die Frage nicht wichtig wäre — im Gegenteil: Natürlich ist es wichtig, ob Maßnahmen für mehr Biodiversität tatsächlich etwas bewirken. Natürlich brauchen wir Monitoring, Beobachtung, Vergleichbarkeit, langfristige Trends, seriöse Indikatoren — gerade in einer Zeit, in der <a href="https://sonjastadje.de/bienen-bluemchen-gute-absichten-warum-biodiversitaet-mehr-braucht-als-symbolik/" data-type="post" data-id="3591">Biodiversität nicht mehr als hübsches Zusatzthema</a> gelten darf, sondern als Grundlage funktionierender Lebensräume, stabiler Ökosysteme und letztlich auch menschlicher Zukunftsfähigkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie misst man die Wirksamkeit von Biodiversitätsprojekten?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Naturschutz beschreibt <a href="https://www.bfn.de/indikatoren">Indikatoren im Naturschutz</a> zum Beispiel als ein Mittel, komplexe Sachverhalte verständlich zusammenzufassen, Trends erkennbar zu machen und Erfolge ebenso wie Handlungsbedarf sichtbar werden zu lassen.⁠<a href="https://www.bfn.de/indikatoren"></a>⁠ <strong>Biodiversitätsmonitoring kann helfen, Veränderungen wahrzunehmen, die ohne Daten unbemerkt blieben</strong>; auch <a href="https://www.biodiversitaetsmonitoring.nrw/monitoring/de/start">das Land NRW betont, dass Monitoring eine wichtige Handlungsgrundlage schafft</a>, weil es nicht nur Artenvielfalt, sondern auch Lebensräume und deren Wechselwirkungen in den Blick nimmt.⁠<a href="https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw-0"></a>⁠​</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe also gar nichts gegen Messungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe jedoch etwas gegen die Vorstellung, dass nur das wirklich ist, was sich sofort in eine Zahl verwandeln lässt. Denn allzuoft versuchen Menschen daraufhin nur noch, diese Zahl zu optimieren — und eine Kennzahl verliert bekanntermaßen ihren Nutzen, wenn sie statt als Kennzahl als Ziel genutzt wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<em>When a measure becomes a target, it ceases to be a good measure.</em>&#8220; — Charles Goodhart, &#8222;Goodhart´s Law&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe etwas gegen die leise, aber sehr wirkmächtige Verschiebung, die passieren kann, wenn wir bei Biodiversitätsprojekten zuerst fragen: „Wie viele Insekten sind da?“, statt zu fragen: „Ist hier ein guter Lebensraum entstanden? Hat sich die Beziehung der Menschen zu dieser Fläche verändert? Gibt es neue Ideen und Ansätze für die Zukunft?“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo Wirksamkeit beginnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Denn da beginnt für mich die Wirksamkeit: Nicht erst beim Zählergebnis, sondern in dem Moment, in dem ein Betrieb nach der ersten umgestalteten Fläche sagt: „Wir sind begeistert. Nächstes Jahr nehmen wir uns die nächste vor!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Moment, in dem <a href="https://sonjastadje.de/aus-der-praxis-ein-naturnahes-betriebsgelaende-fuer-die-stadtwerke-neumuenster/" data-type="post" data-id="3004">aus einer belanglosen Fläche voller Bodendecker plötzlich ein Ort wird, an dem Menschen ihre Mittagspause verbringen</a>, Geburtstage feiern, Kolleg:innen miteinander ins Gespräch kommen und merken: Dieser Außenraum ist nicht Dekoration, sondern Teil unseres Arbeits- und Lebensalltags.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Moment, in dem mir jemand schreibt: „Wir waren kaum mit dem Bauen fertig — und schon kamen die ersten Tiere!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Moment, <a href="https://startlocal-ev.de/event/insektengarten-luetjensee/">in dem eine Dorfgemeinschaft auf Grundlage meines skizzierten Entwurfs eine naturnahe Dorfmitte entwickelt</a>, die nicht nur ökologisch wertvoller ist als vorher, sondern zum sozialen Mittelpunkt wird, an dem Menschen zusammenkommen, anpacken, streiten, entscheiden, bauen, pflanzen, feiern und merken: Wir können unseren Ort selbst verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, auch in dem Moment, in dem ich an einem neu angelegten Teich stehe, einem Mitarbeiter einer Firma die leeren Larvenhäute der Libellen zeige — Exuvien, diese zarten, fast durchsichtigen Hüllen, die am Halm zurückbleiben, wenn aus einem Wasserwesen ein Luftwesen geworden ist — und er sagt: „Wahnsinn. Jedes Mal lerne ich hier etwas Neues zu sehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">DAS sind für mich Nachweise der Wirksamkeit meiner Projekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, weil Insektenzahlen mir egal wären. Aber gute Planung und auch Biodiversität lassen sich schwer messen, weil sie komplexe Beziehungsgeflechte sind: Zwischen Boden, Wasser, Pflanzen, Tieren, Pflege, Nutzung, Wahrnehmung, guten Entscheidungen, sozialem Miteinander und Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz ehrlich: Als Planerin wäre es für mich schlimm, wenn meine Projekte erst mit Zahlen aus Monitorings die Herzen meiner Auftraggeber:innen erobern und nicht, weil ich einen guten Ort geschaffen oder einen bestehenden Ort besser und schöner gemacht habe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="720" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-4-1024x720.jpg" alt="" class="wp-image-4158" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-4-1024x720.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-4-300x211.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-4-768x540.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-4.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besagte Ex-Bewohnerin dieser Exuvie ist im zweiten Jahr nach Anlage dieses Teiches in die Luft gestartet <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> (Foto: S. Stadje)</figcaption></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die &#8222;Tyrannei des Messbaren&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der fast alles gemessen werden soll: Reichweite, Klickrate, CO₂, Artenzahl, Biomasse, Aufenthaltsdauer, Temperaturdifferenz, Wasserhaltevermögen, Pflegekosten, Flächenanteil, Nutzungsfrequenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vieles davon ist sinnvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sobald Messbarkeit zur Voraussetzung für Bedeutung wird, wird es gefährlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann zählt das, was leicht zu messen ist, plötzlich mehr als das, was schwerer zu erfassen ist oder vor allem sinnlich erlebt wird. Dann wird aus einer artenreichen, strukturreichen, lebendigen Fläche ein Diagramm. Dann wird aus einem naturnahen Firmengelände eine Kennzahl. Dann wird aus einem Teich, in dem Libellenlarven geschlüpft sind, eine Spalte in einer Tabelle. Dann wird aus einem Garten, der Menschen verändert, eine Fläche mit „nachgewiesener Insektenaktivität“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich kann man das machen. Manchmal, bei Nachweispflichten, muss man eventuell sogar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann Insekten zählen. Man kann Wildbienen kartieren. Man kann Vegetationsaufnahmen durchführen. Man kann Bodenparameter messen, Temperaturverläufe dokumentieren, Wasserstände vergleichen, die Entwicklung von Pflanzengesellschaften beobachten, Pflegegänge auswerten, Fotopunkte anlegen, Artenlisten führen, Zeigerarten erfassen und langfristige Monitoringkonzepte entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das hat seinen Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es ist nicht der ganze Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die entscheidende Frage ist nicht: „Haben wir dazu eine Zahl?“, sondern: „Welche Wirklichkeit bildet diese Zahl ab — und welche blendet sie aus?“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was Biodiversitätsmonitoring leisten kann — und was nicht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Insekten-Messgerät kann vielleicht Aktivität erfassen. Es kann vielleicht Flugbewegungen registrieren, akustische Muster auswerten oder Häufigkeiten vergleichen. Es kann ein Baustein sein, ein technisches Hilfsmittel, ein Hinweisgeber. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber andere Lebewesen als Fluginsekten blendet es aus. Es kann auch nicht erkennen, ob eine Fläche tatsächlich ökologisch tragfähiger geworden ist. Es kann nicht unterscheiden, ob hier nur kurzzeitig Blütenangebot geschaffen wurde oder ob ein vielfältiger Lebensraum entstanden ist, der Nahrung, Fortpflanzung, Überwinterung, Schutz, Wasser, Struktur und Kontinuität bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann nicht sehen, ob ein Boden bedeckt ist und geschützt wird, ob Regenwasser versickert statt abzufließen, ob Verdunstungskühle entsteht, ob Pflanzen durch standortgerechte Auswahl weniger Bewässerung brauchen, ob ein Teich nicht nur „Wasserfläche“ ist, sondern ein differenzierter Lebensraum mit flachen Ufern, Röhricht, Unterwasserpflanzen, Totholz, Steinen, Schlammzonen und ungestörten Randbereichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann nicht sehen, ob ein Pflegekonzept verstanden wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann nicht sehen, ob Menschen aufgehört haben, jede „Unordnung“ sofort zu beseitigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann nicht sehen, ob jemand gelernt hat, eine Exuvie zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau deshalb reicht es nicht, Wirksamkeit in Biodiversitätsprojekten auf Insektenzahlen zu reduzieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="751" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-3-1024x751.jpg" alt="" class="wp-image-4164" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-3-1024x751.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-3-300x220.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-3-768x563.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-3.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mini-Teich, Totholz, Staudenbeete und Entsiegelung statt leblosem &#8222;Schottergarten&#8220;: Zwischen den Fotos liegen 15 Monate, und die Fläche wird immer schöner (Fotos: A. Reitenbach)</figcaption></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Biodiversität ist kein Event, sondern eine Entwicklung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Naturgarten, ein naturnahes Firmengelände, eine biodiversitätsfördernde Außenfläche oder eine lebendige Dorfmitte entstehen nicht in dem Moment, in dem die letzte Pflanze gesetzt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beginnen dann erst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist vielleicht einer der größten Unterschiede zwischen klassischer Begrünung und wirklicher Naturgartenplanung: Es geht nicht darum, ein fertiges Bild herzustellen, das möglichst lange unverändert bleibt. Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen Entwicklung möglich wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Magerbeet wird nicht „fertig“, es magert weiter aus, verändert sich, sortiert sich, zeigt mit der Zeit, welche Arten den Standort wirklich annehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Blumenwiese ist nicht einfach eine Saatgutmischung, sondern ein Pflegeversprechen über Jahre hinweg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Totholzstruktur ist nicht Dekoration, sondern wird erst durch Pilze, Käfer, Wildbienen, Feuchtigkeit, Sonne, Schatten, Zerfall und Zeit zu einem Lebensraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein naturnaher Teich ist nicht „Wasser im Garten“, sondern ein Übergangsraum: zwischen nass und trocken, zwischen Unterwasserwelt und Luft, zwischen Kaulquappe und Frosch, zwischen Libellenlarve und Libelle, zwischen Beobachten und Begreifen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Biodiversität in Unternehmen: Wirkung zeigt sich in Pflege, Nutzung und Wiederholung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein biodiversitätsfreundliches Firmengelände ist nicht dann erfolgreich, wenn auf einem Schild „bienenfreundlich“ steht, sondern wenn die Belegschaft weiß, warum bestimmte Stängel stehen bleiben; wenn die Geschäftsführung akzeptiert, dass ein Saum nicht wie ein Golfrasen aussieht; wenn Mitarbeitende anfangen, Pflanzen und Tiere zu benennen; wenn Kund:innen fragen, was dort wächst; wenn die nächste Fläche nicht wieder als Rollrasen geplant wird, sondern als weiterer Baustein eines größeren Lebensraumverbunds. Wenn anfängliche Skeptiker ihre Skepsis offen zugeben und einräumen, dass es &#8222;ja doch richtig schön geworden&#8220; ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirksamkeit zeigt sich also nicht nur im biologischen Ergebnis, sondern in der Verstetigung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird weitergemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird anders gepflegt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird genauer hingesehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird die Fläche angenommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird aus einem Projekt eine Haltung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind keine weichen Nebeneffekte. Das sind zentrale Erfolgsindikatoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei Biodiversitätsprojekten in Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen oder gemeinschaftlich genutzten Räumen entscheidet die soziale Verankerung oft darüber, ob eine Fläche langfristig ökologisch wertvoll bleibt — oder ob sie nach zwei Jahren wieder „aufgeräumt“, falsch gemäht, überdüngt, zu früh zurückgeschnitten oder aus Unverständnis umgestaltet wird.</p>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich tatsächlich messe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich also gefragt werde, wie ich die Wirksamkeit meiner Biodiversitätsprojekte nachweise, dann lautet meine Antwort nicht: „Gar nicht.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sie lautet: „Anders.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich messe nicht nur, was sich zählen lässt. Ich achte auf das, was sich verändert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schaue auf die Fläche selbst: Wie wird sie jetzt, nach der Umgestaltung, genutzt? Wer sind die Nutzenden? Ist das Ergebnis so wie geplant oder gibt es Unvorhergesehenes? Hat sie einen Mehrwert, eine Wertsteigerung für die Menschen erfahren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schaue auf die Entwicklung: Welche Pflanzen etablieren sich? Welche verschwinden, welche kommen dazu? Wie verändert sich die Fläche nach Trockenphasen, Starkregen, Hitze, Frost? Wo entstehen Dynamiken, die erwünscht sind? Wo muss vielleicht noch ein bisschen nachgesteuert werden? Welche Strukturen werden angenommen — von Tieren, aber auch von Menschen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich schaue auf die Menschen: Wird die Fläche genutzt? Wird sie verstanden? Gibt es Rückfragen, Beobachtungen, Stolz, Irritation, Neugier? Wird über Pflege gesprochen? Werden weitere Flächen geplant? Erzählen die Menschen anderen davon? Entsteht ein gemeinsames Verantwortungsgefühl?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Denn wenn eine Fläche in einem Messzeitraum zwar gute Insektenwerte liefert, aber niemand versteht, warum sie anders aussieht als eine konventionelle Grünanlage, wenn sie nach kurzer Zeit falsch gepflegt wird, wenn vertrocknete Stängel als „ungepflegt“ gelten und entfernt werden, wenn Wasserflächen technisch gebaut, aber ökologisch nicht entwickelt werden, dann ist der kurzfristige Messwert vielleicht erfreulich — die langfristige Wirkung aber fragil.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Umgekehrt kann eine Fläche, die im ersten Jahr noch unspektakulär wirkt, bereits hochwirksam sein, wenn sich die Pflege verändert, die Wahrnehmung verändert, sie Entscheidungen verändert und die Grundlage dafür legt, dass in den kommenden Jahren immer mehr Lebensraum entsteht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4159" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-1-1024x576.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-1-300x169.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-1-768x432.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wasser, Magerbeete, Blumenschotterrasen und Aufenthaltsqualität für Menschen statt Bodendecker-Einöde: Ziemlich wirksame und nachhaltige Umgestaltung bei den Stadtwerken Neumünster (Fotos: S. Stadje)</figcaption></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Wasser bei Biodiversitätsprojekten eine besondere Rolle spielt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird das beim Thema Wasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasser ist in naturnahen Außenräumen nie nur ein Gestaltungselement. Es ist Lebensgrundlage, Klimapuffer, Entwicklungsraum, Spiegel, Anziehungspunkt, Lernort und oft der schnellste Weg, um Menschen wieder in Beziehung zur Natur zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein naturnaher Teich zeigt Wirksamkeit nicht nur dadurch, dass irgendwann Libellen darüber fliegen. Er zeigt sie auch dadurch, dass Menschen stehen bleiben. Dass Kinder sehen, dass Wasser lebt. Dass Erwachsene begreifen, dass ein Teich ohne Goldfische oft artenreicher ist als einer mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass jemand zum ersten Mal versteht, warum flache Ufer wichtiger sind als steile Kanten, warum Unterwasserpflanzen mehr leisten als eine Pumpe, warum etwas Laub im Wasser nicht automatisch „Dreck“ ist, warum ein bisschen Schlamm Leben bedeutet, warum Stängel am Ufer stehen bleiben dürfen, weil an ihnen im nächsten Frühjahr vielleicht eine Libelle schlüpft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wasserflächen sind besonders aussagekräftige Lebensräume</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wasser macht ökologische Prozesse sichtbar: Nicht abstrakt, sondern unmittelbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exuvie am Schilfhalm ist dafür fast ein perfektes Symbol: Sie ist klein, leicht zu übersehen und unscheinbar für alle, die nicht wissen, was sie da sehen. Aber sobald man es einmal verstanden hat, verändert sich der Blick. Plötzlich ist der Teich nicht mehr „schön angelegt“, sondern ein Ort der Verwandlung. Ein Tier hat hier im Wasser gelebt, gejagt, sich entwickelt, ist aus dem Teich gestiegen, hat seine alte Hülle zurückgelassen, war kurz nichts als Brei und ist dann in ein anderes Element gewechselt &#8211; und fliegt jetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann kein Balkendiagramm ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem ist es ein Nachweis. Vielleicht sogar einer der wichtigsten. <strong>Denn Biodiversität braucht nicht nur Flächen. Sie braucht Menschen, die wieder lernen, solche Zeichen zu lesen.</strong></p>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Frage ist nicht: Messen oder nicht messen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte hier gar keinen falschen Gegensatz aufmachen: Es geht nicht darum, Messungen abzulehnen und stattdessen nur schöne Geschichten zu erzählen. Das wäre zu bequem — und fachlich zu dünn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht darum, die richtige Ebene der Messung zu wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein wissenschaftliches Monitoring gefragt ist, braucht es saubere Methodik: Vorher-Nachher-Vergleiche, Referenzflächen, definierte Zeiträume, wiederholbare Erfassungen, Fachkartierungen, geeignete Indikatorgruppen, transparente Dokumentation. Wer Artenzahlen seriös nutzen will, muss wissen, was, wann, wie, von wem und mit welcher Aussagekraft erfasst wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Zahl, wie viele Fluginsekten hier unterwegs sind, sagt wenig aus, wenn Wetter, Jahreszeit, Blütenangebot, Tageszeit, angrenzende Lebensräume, Pflegezustand und Vorjahresentwicklung nicht berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der aktuellen Diskussion um Biodiversitätskennzahlen für Unternehmen wird deutlich, dass es nicht die eine einfache Zahl gibt, die „Biodiversität“ vollständig abbildet. Es existieren verschiedene Ansätze — von Zustands- und Integritätsindikatoren über Artenrisiken bis hin zu Scorecards und Bewertungsmodellen —, aber gerade weil Biodiversität komplex, dynamisch und standortabhängig ist, bleibt die Auswahl geeigneter Indikatoren anspruchsvoll.⁠<a href="https://capitalscoalition.org/wp-content/uploads/2021/03/330300786-Align-Report_v4-301122.pdf"></a>⁠​</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ist die eigentliche Frage nicht: „Können wir etwas messen?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern: Was wollen wir wissen? Wofür brauchen wir die Information? Welche Entscheidung soll dadurch besser werden? Und welche Form von Wirkung würden wir übersehen, wenn wir nur das messen, was technisch bequem erfassbar ist, weil es einem Gerät vor die Linse fliegt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für meine Arbeit heißt das: Ja, ökologische Entwicklung darf und soll beobachtet werden. Ja, Artenfunde sind wunderbar. Ja, Fotodokumentation, Pflegeprotokolle, Pflanzenentwicklung, Wasserhaushalt, Strukturvielfalt und konkrete Tierbeobachtungen sind wertvoll. Ja, bei größeren Projekten kann ein begleitendes Monitoring sinnvoll sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich lasse mir nicht einreden, dass ein naturnahes Planungsprojekt aka ein Biodiversitätsprojekt erst dann wirksam ist, wenn ein Gerät eine Zahl ausgespuckt hat. </p>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Wirksamkeitsnachweis ist lebendig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Betrieb, der mit einer kleinen Fläche begonnen hat, Jahr für Jahr weitere Bereiche naturnah umgestaltet, dann ist das Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn eine Geschäftsführung versteht, dass <a href="https://sonjastadje.de/bienen-bluemchen-gute-absichten-warum-biodiversitaet-mehr-braucht-als-symbolik/" data-type="post" data-id="3591">Biodiversität kein Marketingbeet am Eingang</a> ist, sondern eine langfristige Veränderung von Flächen, Pflege und Verantwortung, dann ist das Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Mitarbeitende ihre Pause draußen verbringen, weil ein Ort entstanden ist, an dem man gern ist, dann ist das Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn eine Dorfgemeinschaft eine naturnahe Mitte nicht nur baut, sondern nutzt, pflegt, belebt und als gemeinsames Zentrum begreift, dann ist das Wirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn jemand nach der Anlage einer Fläche schreibt: „Wow, es sind schon Tiere da“, dann ist das Wirksamkeit — nicht als wissenschaftlicher Endbeweis, aber als erstes, wichtiges Zeichen dafür, dass Lebensraumangebote gelesen und unglaublich schnell angenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn jemand am Teich steht und lernt, eine Exuvie zu sehen, dann ist das Wirksamkeit.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weil sich in diesem Moment nicht nur ein einzelner Blick verändert, sondern die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese Person beim nächsten Mal anders entscheidet: einen Stängel stehen lässt, eine Larve erkennt, einen Rückschnitt verschiebt, eine Wasserstelle wertschätzt, eine wilde Ecke verteidigt, ein Kind darauf hinweist, dass dort gerade etwas schlüpft.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist die Art von Wirkung, die mich interessiert: Die Wirkung, die weiterwirkt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-6-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4160" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-6-1024x768.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-6-300x225.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-6-768x576.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-6.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gehören Plastik-Krokodile zum Wirksamkeitsnachweis? Klar, denn hier haben Mitarbeitende Spaß an ihrer neuen Fläche (Foto: S. Stadje)</figcaption></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Biodiversitätsprojekte brauchen Zahlen — aber sie brauchen vor allem Sinn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das der Punkt, an dem wir ehrlicher werden sollten: <strong>Viele Biodiversitätsprojekte scheitern nicht daran, dass niemand fliegende Insekten gezählt hat. Sie scheitern daran, dass sie nicht verstanden wurden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Daran, dass sie als einmalige Image-Maßnahme gedacht waren. Dass die Pflege nicht mitgeplant wurde. Dass die Menschen, die es betrifft und die sich kümmern könnten, nicht mitgenommen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Wasser nur als optisches Element gebaut wurde, aber nicht als Lebensraum. Dass Pflanzen nach Blühaspekt ausgewählt wurden, aber nicht nach Standort, Funktion und Entwicklungsfähigkeit. Dass „naturnah“ aussehen sollte wie eine aufgeräumte Rabatte mit ein paar bienenfreundlichen Alibi-Stauden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass niemand erklärt hat, warum Verblühtes wertvoll sein kann, warum offene Bodenstellen wichtig sind, warum Totholz kein Abfall ist, warum ein Saum nicht ungepflegt ist, warum ein Teichrand nicht steril sein sollte, warum ein Naturgarten nicht jeden Tag gleich aussieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deshalb ist meine Arbeit nicht nur Planung. Sie ist Übersetzung:  Zwischen ökologischen Zusammenhängen und menschlicher Wahrnehmung. Zwischen fachlicher Notwendigkeit und ästhetischer Akzeptanz. Zwischen Fläche und Nutzung. Zwischen Wasserhaushalt, Pflanzengesellschaft, Pflegepraxis und Alltag. Zwischen dem, was Tiere brauchen, und dem, was Menschen bereit sind zuzulassen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau darin liegt ein großer Teil der Wirksamkeit.</p>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was also wäre ein guter Nachweis?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein guter Nachweis für die Wirksamkeit eines Biodiversitätsprojekts besteht für mich aus mehreren Ebenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kann Zahlen enthalten, wenn sie sinnvoll erhoben werden. Er sollte aber nicht bei Zahlen stehen bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er umfasst ökologische Hinweise</strong>: mehr Strukturvielfalt, bessere Standortanpassung, heimische oder funktional passende Pflanzungen, Wasserretention, weniger Versiegelung, differenzierte Pflege, Totholz, offene Bodenstellen, Säume, Blüh- und Samenangebote über die Saison, Rückzugs- und Überwinterungsräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er umfasst Beobachtungen</strong>: Welche Tiere werden gesehen? Welche Pflanzen etablieren sich? Welche Bereiche entwickeln sich gut, welche brauchen Korrektur? Welche Zeichen von Nutzung durch Tiere sind erkennbar — Fraßspuren, Nester, Bohrlöcher, Larvenhäute, Spuren, Gesänge, Bewegungen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er umfasst Pflege</strong>: Wird später gemäht? Wird abschnittsweise gepflegt? Bleiben Stängel über Winter stehen? Wird Laub differenziert behandelt? Wird nicht gedüngt, wo Magerkeit gewollt ist? Wird Wasser nicht sterilisiert, sondern als Lebensraum verstanden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er umfasst soziale Wirkung</strong>: Wird der Ort genutzt? Wird über ihn gesprochen? Wird er erklärt? Wird er verteidigt? Werden weitere Flächen angestoßen? Entsteht Wissen? Entsteht Verbundenheit? Entsteht Mut, auch an anderer Stelle naturnäher zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und er umfasst Verstetigung</strong>: Bleibt es bei einer Maßnahme — oder verändert sich die Praxis?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist genau das der entscheidende Punkt. Ein Biodiversitätsprojekt ist dann wirksam, wenn es nicht nur auf einer Fläche etwas verändert, sondern in Köpfen, Routinen und Entscheidungen: Wenn aus einer angelegten Fläche eine andere Haltung wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="780" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-1024x780.jpg" alt="" class="wp-image-4161" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-1024x780.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-300x228.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-768x585.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-1536x1170.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_2025-04-01_SWN_IMG_3018-Kopie-2048x1560.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kurzes Briefing für Mitarbeitende beim begleiteten Pflege-Einsatz auf dem Firmengelände (Foto: S. Stadje)</figcaption></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich keine Insektenzahlen als Hauptbeweis brauche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich, nicht falsch verstehen &#8211; ich freue mich über jedes Insekt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer, Falter, Libellen, Wanzen, Ameisen, Mücken, Florfliegen, Köcherfliegen, über all die kleinen, oft übersehenen Wesen, ohne die ökologische Zusammenhänge nicht funktionieren. Und je mehr, desto besser!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich weigere mich, sie zu bloßen Beweisstücken zu machen: <strong>Ein Insekt ist kein KPI. Eine Libelle ist kein Nachhaltigkeitsreport. Eine Wildbiene ist kein Marketingargument.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie alle sind Lebewesen, eingebunden in hochkomplexe Beziehungen, abhängig von Pflanzen, Boden, Wasser, Mikroklima, Nistmöglichkeiten, Pflegezeitpunkten, Landschaftszusammenhang und menschlicher Duldung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn wir Biodiversität ernst nehmen, dürfen wir sie nicht auf das reduzieren, was ein Gerät am einfachsten erfassen kann. Wir müssen lernen, wieder genauer hinzusehen</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und Messbarkeit darf niemals mit Bedeutung verwechselt werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen beginnt der beste Wirksamkeitsnachweis nicht im Messprotokoll, sondern in einem Satz wie: „Wahnsinn. Jedes Mal hier lerne ich, etwas Neues zu sehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wer neu sehen lernt, wird anders handeln. Und wer anders handelt, schafft mehr Lebensraum. Dauerhaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womoglich hat mir deshalb auch noch niemals ein Kunde oder eine Kundin die Frage nach der Wirksamkeit unserer gemeinsamen Projekte gestellt <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> &#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4162" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-2-1024x576.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-2-300x169.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-2-768x432.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2026/08/Stadje_Wirksamkeit_Biodiversitaet-2.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Projektbeispiel für sichtbare Wirksamkeit: ein rückgebauter &#8222;Schottergarten&#8220; (Fotos: S. Stadje)</figcaption></figure>
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		<title>Aus der Praxis: Stadtgrün in Boizenburg – gemeinschaftlich, engagiert und mit Plan!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 17:21:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis und DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachbaustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtgrün]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal geht es schneller, als man „Biodiversität“ sagen kann. Zwischen der Angebotsabgabe und der Umsetzung in Boizenburg/Elbe lagen gerade einmal zwei Monate – und schwupp! ist die Basis dafür gelegt, dass aus grauem Straßenbegleit&#8220;grün&#8220; an der Bahnhofstraße künftig bunte, lebendige Pflanzflächen werden. Möglich gemacht haben das: eine engagierte Stadtverwaltung mit einer Stabsstelle Klima, eine motivierte [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Manchmal geht es schneller, als man „Biodiversität“ sagen kann. Zwischen der Angebotsabgabe und der Umsetzung in Boizenburg/Elbe lagen gerade einmal zwei Monate – und schwupp! ist die Basis dafür gelegt, dass aus grauem Straßenbegleit&#8220;grün&#8220; an der Bahnhofstraße künftig bunte, lebendige Pflanzflächen werden. Möglich gemacht haben das: eine engagierte Stadtverwaltung mit einer Stabsstelle Klima, eine motivierte Klimawerkstatt und eine Gruppe tatkräftiger Boizenburger:innen – der Älteste immerhin 84 Jahre jung!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen-1024x576.jpg" alt="Gemeinsames Arbeiten am Straßenrand" class="wp-image-3859" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen-1024x576.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen-300x169.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen-768x432.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen-1536x864.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Foitlaenger_Boizenburg_Stadtgruen.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemeinsames Stauden setzen, Foto: D. Foitlänger</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Gemeinsam anpacken für mehr Grün</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eingeladen hatte das<strong> <a href="https://www.boizenburg.de/portal/seiten/klimabuero-boizenburg-900000098-28851.html">Klimabüro Boizenburg</a></strong>&nbsp;gemeinsam mit der&nbsp;<strong><a href="https://platzb.de/mitmachaktion/klimawerkstatt-2/">Klimawerkstatt Boizenburg</a></strong>. Beide organisieren regelmäßig Mitmachaktionen für mehr Klimaschutz und Lebensqualität im Stadtgebiet. In diesem Fall stand das Straßenbegleitgrün einer Haupt- bzw. Durchgangsstraße auf dem Programm. Straßenränder sind ein oft unterschätzter Ort, an dem Natur und Stadt sich eigentlich wunderbar begegnen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381-1024x768.jpg" alt="Ein Karton Blumenzwiebeln und Stauden fürs Stadtgrün" class="wp-image-3856" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381-1024x768.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381-300x225.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381-768x576.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381-1536x1152.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4381.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kleiner Blick in die To-Do-Liste <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und obwohl der Tag mit klassischem&nbsp;<strong>Novembernebel</strong>&nbsp;und kühlen Temperaturen aufwartete, kamen zahlreiche Freiwillige, um bei dem Pilotprojekt mit anzupacken. Gemeinsam haben wir gepflanzt, gesetzt und gesät – und das mit sichtbarer Begeisterung. Rund&nbsp;<strong>150 heimische Initialstauden</strong>&nbsp;setzte das Team an ihren neuen Platz. Dazu kamen unzählige Blumenzwiebeln und eine standortgerechte&nbsp;<strong>Saatgutmischung</strong>&nbsp;von&nbsp;<strong>Rieger-Hofmann</strong>&nbsp;für Blütenfülle ab dem kommenden Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorher hatten die Flächen nichts weiter als&nbsp;<strong>Schotter, einige Bäume und Wildwuchs</strong> zu bieten. Mit dem Pilotprojekt entsteht hier Schritt für Schritt ein vielfältiger Lebensraum, von dem hoffentlich die menschlichen und tierischen Boizenburger gleichermaßen profitieren werden. Nach und nach werden insgesamt rund&nbsp;<strong>500 Quadratmeter</strong>&nbsp;Straßenbegleitgrün neu belebt – die jetzigen&nbsp;150 Quadratmeter&nbsp;sind nur der Anfang.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="931" height="698" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_vorher-3.jpg" alt="Bild von der Fläche vor der Umgestaltung" class="wp-image-3858" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_vorher-3.jpg 931w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_vorher-3-300x225.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_vorher-3-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 931px) 100vw, 931px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhofstraße vorher: Hier geht noch was!</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Straßenrandflächen müssen also wirklich nicht langweilig sein! In Boizenburg sprießt künftig Vielfalt – und das mit vereinten Kräften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Konzept zur Umsetzung: flott, durchdacht, naturnah</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dieses Projekt so reibungslos und zügig umgesetzt werden konnte, lag auch an dem besonderen Engagement der Stabstelle Klima der Stadt Boizenburg, die sich so richtig &#8222;reingehängt&#8220; hat! Gefördert wurde die Maßnahme übrigens über das Programm&nbsp;<strong><a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Öffentliche-Einrichtungen/Städte-und-Gemeinden-gestalten/Förderprodukte/Natürlicher-Klimaschutz-in-Kommunen-(444)/?kfwmc=pm.p.per.mix.na.google.google.erweitern-auf.PM-Mix_DK_Mittelstand_Basis.na.na.na.na.na&amp;wt_cc3=23000290697__&amp;gad_source=1">„Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW 444)</a></strong>&nbsp;– ein Fördertopf, der genau solche Initiativen unterstützt, die Klimaresilienz und Biodiversität miteinander verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich durfte im Vorfeld das&nbsp;<strong>Begrünungskonzept</strong>&nbsp;für die Umsetzung sowie ein&nbsp;<strong>Pflegekonzept</strong>&nbsp;für die Bahnhofstraße erarbeiten – also den Rahmen, in dem sich Pflanzung, Pflege und langfristige Entwicklung sinnvoll ergänzen. Diese Art von Planung sorgt dafür, dass gemeinschaftliche Aktionen für eine grünere Stadt wie diese nicht nur schön starten, sondern auch dauerhaft erfolgreich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn: Erst wenn gute Vorbereitung, richtige Pflanzenauswahl, Wissen um die richtige Pflege und viel Engagement Hand in Hand gehen, entstehen wirklich nachhaltige Flächen. Die sehen nicht nur kurzfristig schön aus, sondern werden auch in Zukunft Bestand haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Boizenburg zeigt, wie’s geht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt Boizenburg hat in Sachen Engagement für die Umwelt ohnehin gerade einen Lauf mit Rückenwind: Erst kürzlich wurde sie mit dem&nbsp;<a href="https://kommbio.de"><strong>Label „Stadtgrün naturnah“ in Bronze</strong>&nbsp;der Kommunen für biologische Vielfalt</a> ausgezeichnet – eine Anerkennung, die zeigt, dass Engagement für Artenvielfalt und klimafreundliches Grün hier keine leeren Worte sind, sondern gelebte Praxis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388-1024x768.jpg" alt="Eine Fläche im Stadtgrün wird eingesät" class="wp-image-3857" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388-1024x768.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388-300x225.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388-768x576.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388-1536x1152.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/11/Stadje_Stadtgruen_Boizenburg_IMG_4388.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die erste Fläche wird eingesät</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktion an der Bahnhofstraße war also mehr als nur ein Pflanztag. Sie war ein weiteres Positivbeispiel dafür, was entsteht, wenn Verwaltung, Bürgerschaft und Fachplanung an einem Strang ziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Gemeinsam geht’s besser – und schöner</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Straßenrand ist selten ein spektakulärer Ort. Aber wenn wir ihn als Chance für die Biodiversität erkennen und gemeinsam verwandeln, kann er zu etwas Besonderem werden: zu einem Stück lebendiger Stadt.<br>Das Projekt in Boizenburg zeigt, dass <strong>Engagement und gute Planung</strong> zusammen Berge versetzen (oder zumindest Verkehrsinseln zum Blühen bringen) können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt heißt es jedenfalls: Freuen auf den Frühling! Dann werden die ersten Zwiebelblüher zeigen, was aus einem gemeinsamen Workshop alles wachsen kann.</p>
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		<title>Heimisch oder nicht – das ist hier die Frage!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 16:09:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität mit Substanz]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Gartentipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum Wildpflanzen im naturnahen Garten das A und O sind – und wie du erkennst, ob du die richtigen Gäste eingeladen hast Neulich sagte eine Kundin zu mir:„Wie soll man drauf kommen, dass eine Pflanze nicht heimisch ist – wenn die doch fast jeder im Garten hat?“Ein Satz, der mich zu diesem Artikel inspiriert hat. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Warum Wildpflanzen im naturnahen Garten das A und O sind – und wie du erkennst, ob du die richtigen Gäste eingeladen hast</em></strong></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#f6d424">Neulich sagte eine Kundin zu mir:<br><strong>„Wie soll man drauf kommen, dass eine Pflanze nicht heimisch ist – wenn die doch fast jeder im Garten hat?“</strong><br>Ein Satz, der mich zu diesem Artikel inspiriert hat. Denn er bringt auf den Punkt, was viele verunsichert:<br>Was bitte heißt bei Pflanzen überhaupt „heimisch“ – und warum sollte das jemanden interessieren?</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Heimische Pflanze – was soll das eigentlich heißen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heimisch sind Pflanzen, die&nbsp;<strong>sich von Natur aus seit Jahrtausenden</strong>&nbsp;in einem bestimmten Gebiet entwickelt haben. Also nicht durch Handel, Kolonialgeschichte, Gartenmode oder Zufall hierhergekommen sind – sondern wirklich ein integraler Teil des hiesigen Ökosystems sind und es bereits waren, bevor wir Menschen alles durcheinander gebracht haben <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> .<br>In Deutschland zählen dazu z. B. viele Glockenblumen, Flockenblumen, die Wilde Möhre, der Wiesen-Salbei, Gemeiner Natternkopf oder Wald-Engelwurz. Nicht aber Forsythien, Geranien oder der allseits beliebte Sommerflieder (Spoiler: Der ist zwar hübsch, aber für die meisten Insekten eine kulinarische Enttäuschung &#8211; <a href="https://sonjastadje.de/der-schmetterlingsflieder-eine-invasive-bedrohung-fuer-die-heimische-flora-und-fauna/">mehr darüber liest du hier</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heimisch heißt also nicht „wächst schon lange irgendwo in Omas Garten“, sondern „hat sich gemeinsam mit der Tierwelt in unserer Region entwickelt &#8211; über viele Jahrtausende“. Und das ist der entscheidende Punkt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Warum heimisch für Insekten (und viele andere Tiere) überlebenswichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Insekten sind, was ihre Nahrung angeht, wahnsinnig spezialisiert. Viele Wildbienen, Schmetterlinge oder Käfer haben sich im Laufe der Evolution&nbsp;<strong>auf ganz bestimmte Pflanzenarten eingestellt</strong>&nbsp;– und zwar auf die, die es in ihrer Umgebung gab. <br>Man nennt das das&nbsp;<strong>Schlüssel-Schloss-Prinzip</strong>. Die Pflanze ist das Schloss, das Insekt hat den Schlüssel: zum Beispiel die richtige Größe, ganz bestimmte Mundwerkzeuge, oder das Gift der Pflanze kann ihm nichts anhaben. Nur wenn beides genau zusammenpasst, funktioniert’s: die einen werden bestäubt, die anderen kriegen was zu Essen, Lebensraum und Nistmaterial. Deal! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar Beispiele:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die&nbsp;<strong>Natternkopf-Mauerbiene</strong>&nbsp;sammelt Pollen nur am Natternkopf.</li>



<li>Die Raupen des <strong>Thymian-Rotwidderchens</strong>, das ist ein Nachtfalter, brauchen den &#8222;echten&#8220; Sand- oder Feld-Thymian – nicht die Zuchtsorte aus dem Supermarktregal.</li>



<li>Der <strong>Wiesenknopf-Ameisenbläuling</strong> legt seine Eier nur auf dem Großen Wiesenknopf ab – und braucht Ameisen, die dann die Raupen &#8222;adoptieren&#8220; und in ihr Nest schleppen &#8211; wo die Raupen sich wiederum von Ameisenlarven ernähren, irgendwann schlüpfen und dann schnell flüchten müssen. Kein Witz.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und so eine Anpassung passiert natürlich nicht von heute auf morgen, sondern dauert einfach mal Tausende von Jahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Setzt du stattdessen herkömmliche Gartenpflanzen ein &#8211; also Zuchtstauden, Exoten aus aller Welt oder steril gezüchtete Sorten &#8211; können diese Tiere damit… nun ja,&nbsp;<strong>nichts anfangen</strong>. Keine Nahrung, keine Fortpflanzung, kein Lebensraum. Nada. Und so schnell geht das auch nicht mit der Anpassung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heimische Pflanzen sind also&nbsp;<strong>kein ideologischer Spleen</strong>, sondern schlichte Notwendigkeit, wenn du wirklich was für die Artenvielfalt tun willst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Heimisch ≠ spießig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein häufiger Einwand: „Aber das klingt doch so dogmatisch, so sektenmäßig, so sektiererisch, so… nach Verzicht!“<br>Nope. Heimische Pflanzen sind&nbsp;<strong>alles andere als langweilig</strong>!<br>Sie können farbenfroh, duftend, architektonisch beeindruckend oder zart-verspielt sein – von &#8222;wilder Eleganz&#8220; über &#8222;zarte Anmut&#8220; bis botanischem Rock’n’Roll ist alles dabei. Wir haben schließlich mehrere Tausend zur Auswahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied ist: Sie&nbsp;<strong>sind nicht nur schön für uns</strong>, sondern auch nützlich für andere. Und das macht sie für naturnahe Gärten zum absoluten&nbsp;<strong>Nonplusultra</strong>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Wie du herausfindest, ob deine Pflanzen heimisch sind – oder nicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zum Eingemachten: Was wächst denn nun bei dir, was lacht dich da grad im Baumarkt an und woher weißt du, ob das heimisch ist oder eher nicht so? Dafür habe ich dir was gebaut &#8211; hier ist die</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Checkliste für Pflanzen, die was taugen (für die Natur)</strong>:</p>



<h3 class="wp-block-heading"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Schritt 1: Pflanze bestimmen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Erst einmal geht&#8217;s darum, zu wissen, wen du vor dir hast. Nutze eine App wie&nbsp;<a href="https://floraincognita.de"><strong>Flora Incognita</strong>&nbsp;</a>oder <strong><a href="https://observation.org/apps/obsidentify/">ObsIdentify</a></strong>. Letztere kann auch Tiere bestimmen! Einfach ein Foto machen, Artenvorschläge bekommen, vergleichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Schritt 2: Botanischen Namen notieren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist <strong>IMMER</strong> der botanische Name einer Pflanze. Der ist <strong>lateinisch </strong>&nbsp;und besteht mindestens aus&nbsp;<strong>zwei Teilen</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Gattung</em>&nbsp;(z. B.&nbsp;<em><strong>Salvia</strong></em>)</li>



<li><em>Art</em>&nbsp;(z. B.&nbsp;<em>Salvia</em> <strong><em>nemorosa</em>&nbsp;</strong>→ Steppen-Salbei)</li>



<li>Optional noch ein dritter Teil für die Sorte, meist in Anführungsstrichen (z. B.&nbsp;<em>Salvia nemorosa</em>&nbsp;<strong>&#8218;Ostfriesland&#8216;</strong> – das ist dann in der Regel eine Zuchtform)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nur mit dem botanischen Namen kannst du sicher herausfinden, was du da eigentlich vor dir hast. Und sollte der Hersteller oder Verkäufer diesen botanischen Namen nicht dranschreiben (wie oft im Gartencenter oder Baumarkt der Fall): Hände weg! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweis zu Sorten: Auch wenn die &#8222;Eltern&#8220; einer Sorte selber mal Wildpflanzen waren, hat man für die Zuchtform bestimmte Merkmale gezielt gefördert oder reduziert. Sorten sind daher oft nicht (mehr) so robust und anpassungsfähig wie die Wildform. Daher bevorzugen wir Letztere.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Schritt 3: Nachschlagen, ob die Pflanze heimisch ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schau z. B. in der&nbsp;<strong><a href="https://www.naturadb.de">naturaDB</a></strong>&nbsp;nach &#8211; gibt´s auch als App. Dort steht neben wesentlichen Kennzeichen auch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ist die Pflanze in Deutschland bzw. Mitteleuropa heimisch?</li>



<li>Welche Tiere profitieren von ihr?</li>



<li>Wie sieht’s mit Standortansprüchen und Blühzeit aus?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du wissenschaftlich tiefer einsteigen möchtest, schlag die Pflanze bei <a href="https://www.floraweb.de">FloraWeb</a> nach und erfahre noch mehr über sie.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Schritt 4: Woher bekommst du heimische Pflanzen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spoiler: </strong><img alt="❌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/274c.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Nicht aus dem Baumarkt!</strong><br>Viele dort angebotene Pflanzen sind blöderweise nicht nur nicht heimisch, sondern auch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>aufzuchtbedingt mit Pestiziden gegen Schädlinge belastet (also auch noch giftig für Insekten),</li>



<li>aus nicht nachhaltiger Billig-Massenproduktion,</li>



<li>und so überdüngt und verweichlicht, dass sie draußen oft sofort eingehen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Besser:</strong>&nbsp;Kaufe bei <strong>zertifizierten Wildpflanzen-Gärtnereien</strong> – am besten bio und regional.<br>Die Pflanzen sind robust, giftfrei, genetisch vielfältig und wirklich nützlich für die Tierwelt.<br>Einige gute Adressen findest du z. B. beim&nbsp;<strong><a href="https://www.tausende-gaerten.de/gruene-landkarte/karte/">Projekt Tausende Gärten &#8211; Tausende Arten</a></strong>&nbsp;oder regionalen Initiativen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Heimisch rockt!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du wirklich Lebensräume schaffen willst – also echte, funktionierende Mini-Ökosysteme – dann kommst du um heimische Pflanzen nicht herum.<br>Sie sind der Kleber, der alles zusammenhält. Und sie sind der einfachste und wirksamste Hebel, wenn du die Artenvielfalt fördern willst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also: Beim nächsten Gartenprojekt nicht nur nach Farbe, Wuchshöhe und Blütezeit gehen – sondern auch fragen:<br><strong>Wer profitiert eigentlich davon?</strong><br>Wenn die Antwort „viele heimische Tiere“ lautet, hast du alles richtig gemacht <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> .</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Du brauchst Hilfe im Pflanzen-Dschungel oder eine naturnahe Pflanzplanung mit robusten Wildstauden für ein bestimmtes Areal? Dann nimm gerne <a href="https://sonjastadje.de/kontakt/">Kontakt</a> zu mir auf! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abpflastern – und dann? Wie du neue Flächen sinnvoll begrünst</title>
		<link>https://sonjastadje.de/wie-aus-der-abgepflasterten-flaeche-eine-wertvoll-begruente-oase-wird/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 13:48:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis und DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Abpflastern]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Gartentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Schwammstadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Du hast deine Fläche erfolgreich vom Beton oder Pflaster befreit? Jackpot! Aber: Nur weil der Boden wieder atmen kann, ist er noch lange kein Paradies für Wildbienen &#38; Co.Wenn du aus der grauen Fläche einen echten Lebensraum machen willst, musst du ein paar Dinge beachten – und zwar gleich am Anfang. Denn die traurige Wahrheit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Du hast deine Fläche erfolgreich vom Beton oder Pflaster befreit? Jackpot! Aber: Nur weil der Boden wieder atmen kann, ist er noch lange kein Paradies für Wildbienen &amp; Co.<br>Wenn du aus der grauen Fläche einen <strong>echten Lebensraum</strong> machen willst, musst du ein paar Dinge beachten – und zwar <strong>gleich am Anfang</strong>. Denn die traurige Wahrheit ist: Viele gute Absichten landen wieder in der Biotonne, weil schlicht das Wissen fehlt, <strong>wie’s richtig geht</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sonjastadje.de/abpflastern-communities-fuer-die-schwammstadt/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Du musst noch abpflastern? Dann lies hier mehr dazu →</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt dein Spickzettel für naturnahe Flächen, die funktionieren – ökologisch und ganz praktisch:</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">1. Unterboden erhalten – nicht austauschen!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ursprüngliche Unterboden ist oft <strong>genau das, was Wildpflanzen lieben</strong>: mager, durchlässig und (noch) frei von Unkrautsamen. Du solltest ihn nur <strong>lockern</strong>, aber auf keinen Fall durch Mutterboden ersetzen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Warum kein Mutterboden?</strong><br>Der ist in der Regel viel zu <strong>nährstoffreich</strong> – was genau das Falsche ist, wenn du Artenvielfalt fördern willst. Außerdem bringt er eine <strong>ordentliche Portion Unkrautsamen</strong> mit sich. Und zack – hast du statt eines Wildstaudenbeets eine Giersch-Feldstudie am Start.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#f6d424"><strong><img alt="💡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a1.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Exkurs: Was sind eigentlich Magerbeete?</strong><br>Magerbeete sind nährstoffarme, gut durchlässige Pflanzflächen – und echte Hotspots für die Biodiversität!<br>Sie bieten ideale Bedingungen für heimische Arten, die auf nährstoffarmen Standorten wachsen: Sand-Thymian, Kartäusernelke, Wiesen-Salbei und viele mehr.<br>Diese Pflanzen haben es gerne „karg“ – sie konkurrieren nicht gern mit wuchsstarken Arten und locken mit ihrem Nektar Spezialisten unter den Insekten an, die du mit Standardbeeten nie sehen würdest.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">2. Nur mineralisch auffüllen – bitte keinen Mutterboden!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du die Fläche trotzdem etwas aufbauen musst, greif bitte nicht zum Baumarkt-Kübel mit &#8222;gutem Mutterboden&#8220; oder gar Zierschotter aus Übersee, sondern zu ganz einfachem <strong>Mineralschotter 0/32</strong> oder <strong>Kies 0/16</strong>, wie man sie im Straßenbau kennt (z. B. als &#8222;Tragschicht&#8220; oder &#8222;Frostschutz&#8220; oder auch &#8222;Promenadengrand&#8220;).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Was heißt eigentlich „Nullanteil“?</strong><br>Das bezeichnet den feinsten Kornanteil, der das Material gut bindet und stabil macht – perfekt für dein naturnahes Mager-Substrat.<br><a href="https://sonjastadje.de/das-naturgarten-glossar/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Mehr dazu in meinem Glossar-Beitrag →</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Beste: Diese Materialien bekommst du <strong>regional im Kieswerk</strong> – ohne Mikroplastik, ohne Farbanstrich, ohne Schnickschnack und echt günstig. Am besten bringst du zum Kieswerk z. B. einen 90-Liter-Kübel im Kofferraum mit und füllst ihn vor Ort mit der Schaufel. Größere Mengen lässt du dir besser liefern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/07/Stadje_Magerbeet_Abpflastern.jpg" alt="" class="wp-image-3812" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/07/Stadje_Magerbeet_Abpflastern.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/07/Stadje_Magerbeet_Abpflastern-300x199.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2025/07/Stadje_Magerbeet_Abpflastern-768x509.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Magerbeet blüht es nicht trotz, sondern wegen des mineralischen, kargen Substrates besonders schön &#8211; und Löwenzahn und Brennnesseln haben keine Chance <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">3. Kompostschicht obendrauf – das war’s schon!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Lichtverhältnissen deines neuen Beetes kannst du jetzt mit einer dünnen Schicht gütegesicherten <strong>Komposts</strong> arbeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sonnige Flächen:</strong> etwa 3–4 cm Kompost gleichmäßig verteilen und mit einer Harke etwas &#8222;unterrühren&#8220;</li>



<li><strong>Schattige Bereiche:</strong> hier können bis zu 10 cm Kompost verteilt werden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach leicht einharken, bis es gleichmäßig verteilt ist – und fertig ist dein Substrat zum Bepflanzen. Du brauchst keine teure Spezialerde, keinen Dünger, nüscht. Nur Boden und Kompost – wie früher.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Heimische Wildpflanzen statt Gartencenter-Glanz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt können die Pflanzen kommen, aber: Bitte keine &#8222;Bienenfreundlich&#8220;-Etiketten aus dem nächstbesten Baumarkt oder Gartencenter kaufen! Viele dieser Pflanzen sind wahre <strong>Chemiebomben</strong>, oft mehrfach mit Pestiziden gegen Schädlinge behandelt, und bringen unseren heimischen Insekten genau: <strong>nichts</strong>. Noch ein Nachteil: Gartencenter-Pflanzen werden oft &#8222;auf Blüte&#8220; hochgetuned und haben danach ihr Pulver verschossen &#8211; also nix mit dauerhaft und nachhaltig!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Kauf stattdessen zertifizierte heimische Wildstauden</strong> – am besten aus regionalem Anbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><a href="https://sonjastadje.de/ist-das-insektenfreundlich-oder-wirklich-nuetzlich-fuer-insekten/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Warum das wichtig ist, erkläre ich hier → Artikel zu insektenfreundlichen Pflanzen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><a href="https://sonjastadje.de/blumenwiese-saum-blumenmischung-bluehstreifen-eine-kleine-uebersicht/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Und hier erfährst du, worauf du beim Saatgut achten solltest → Mein Saatgut-Guide</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sonjastadje.de/heimisch-oder-nicht-das-ist-hier-die-frage/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Was soll das mit dem &#8222;heimischen&#8220;? Lies hier mehr darüber → Zum Artikel</a></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#f6d424"><strong><img alt="💡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a1.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>  Warum heimische Wildpflanzen?</strong> Weil unsere Insekten sie <strong><em>brauchen</em></strong>. Sie haben sich über Jahrtausende gemeinsam entwickelt – viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Exoten wie Geranien, Begonien, Rudbeckien oder Petunien sehen nett aus, sind aber für die meisten heimischen Bestäuber wertlos – wie Plastikobst auf einem Frühstückstisch. <a href="https://sonjastadje.de/heimisch-oder-nicht-das-ist-hier-die-frage/">→ Hier gibt´s einen ganzen Artikel dazu.</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">5. Pflege: Deine Fläche braucht dich!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du jetzt nach dem Pflanzen denkst: &#8222;So, das war’s – Natur, mach mal&#8220;, dann wird es leider <strong>nicht</strong> funktionieren.<br>Eine neue Fläche braucht <strong>Pflege, Geduld und Struktur</strong>. Gerade in den ersten Jahren ist die sogenannte Entwicklungspflege wichtig:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unerwünschte Arten wie Quecke, Löwenzahn oder Ampfer etc. regelmäßig kontrollieren und jäten</li>



<li>Größere Flächen 1–2 Mal jährlich mähen (je nach Fläche)</li>



<li>Nach dem Mähen Schnittgut entfernen!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sonjastadje.de/bluehwiese-gescheitert-diese-4-fehler-machen-fast-alle-und-so-klappts-wirklich/"><img alt="📎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ce.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Typische Fehler und wie du sie vermeidest → Mein Artikel zu Blühwiesen-Fails</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">6. Die richtige Pflanzdichte: Mehr ist mehr!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein typischer Fehler: Du bestückst die neue Fläche mit zu wenigen Pflanzen. Und dann wächst nicht viel – außer dem „Unkraut“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Richtwert für die Bepflanzung</strong> (hängt aber natürlich auch von den Pflanzen und ihrer potenziellen Größe ab):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sonniger Standort, du verwendest kein zusätzliches Saatgut:</strong> 7-8 Stauden/qm</li>



<li><strong>Schattenstandort:</strong> gern noch dichter, ruhig 8-10 Stauden/qm!</li>



<li><strong>Sonniger Standort + du streust Saatgut dazwischen aus:</strong> mindestens 5 Stauden pro Quadratmeter</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">So schließen sich die Lücken zwischen den Pflanzen schnell, du musst weniger jäten – und das Beste: Du <strong>brauchst keinen Mulch!</strong><br>(Okay: <strong>Kiesmulch</strong> in Maßen ist erlaubt. Aber bitte <strong>Hände weg von Mulch-Folien</strong> – deine neue Fläche braucht einfach kein Mikroplastik, keine Staunässe, mit anderen Worten: Das ist einfach ökologischer Unsinn.)</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Natur braucht Struktur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entsiegelung war der erste Schritt – jetzt kommt der zweite: <strong>bewusste Gestaltung</strong> mit Pflanzen.<br>Mit durchdachtem Bodenaufbau, den richtigen Pflanzen, Pflege und ein bisschen Know-how wird aus deiner Fläche ein Ort, an dem Biodiversität nach dem Abpflastern wirklich leben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du willst loslegen oder brauchst Hilfe bei der Planung?</strong><br><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> <a href="https://sonjastadje.de/kontakt/">Meld dich gern – ich begleite dich auf deinem wilden Weg.</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"></h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neu im Portfolio: Ich bin jetzt DGNB Biodiversitätsmanagerin!</title>
		<link>https://sonjastadje.de/neu-im-portfolio-ich-bin-jetzt-dgnb-biodiversitaetsmanagerin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2025 16:11:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis und DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[DGNB]]></category>
		<category><![CDATA[Förderungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal gibt’s was zu feiern – und neulich war so ein Tag! Ich habe nämlich eine Fortbildung abgeschlossen, mit der ich künftig mein Portfolio erweitere:Ich bin jetzt offiziell DGNB-Biodiversitätsmanagerin! Hier erfährst du mehr über mein Angebot. Was das heißt, warum das ein Grund zur Freude ist und wie ihr davon profitiert, erzähle ich euch hier. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Manchmal gibt’s was zu feiern – und neulich war so ein Tag! Ich habe nämlich eine Fortbildung abgeschlossen, mit der ich künftig mein Portfolio erweitere:<br><strong>Ich bin jetzt offiziell DGNB-Biodiversitätsmanagerin!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://sonjastadje.de/mein-angebot-biodiversitaetsmanagement/" data-type="page" data-id="3738">Hier erfährst du mehr über mein Angebot</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was das heißt, warum das ein Grund zur Freude ist und wie ihr davon profitiert, erzähle ich euch hier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bitte ist eine Biodiversitätsmanagerin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Frage! Kurz gesagt: Ich bin jetzt zertifizierte Ansprechpartnerin für alle, die ihre Außenräume (also Firmengelände, Schulhöfe etc.) so planen oder umgestalten wollen, dass&nbsp;<strong>mehr Leben ´reinkommt</strong>&nbsp;– mehr Artenvielfalt, mehr Lebensraum, mehr Natur. Geplant habe ich so zwar schon immer &#8211; aber der Teil mit der Zertifizierung ist neu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und diese Zertifizierung erfolgt nach einem&nbsp;<strong>geprüften System</strong>, das nachhaltige Gestaltung messbar macht: dem&nbsp;<strong><a href="https://www.dgnb.de/de/zertifizierung/quartiere/biodiversitaetsfoerdernde-aussenraeume">DGNB System für biodiversitätsfördernde Außenräume</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begleite Projekte durch alle Phasen – von der ersten Idee bis zur Pflege – und kann auch helfen, eine offizielle DGNB-Zertifizierung zu bekommen (vergleichbar mit einem &#8222;Nachhaltigkeits-Orden&#8220; für euren Garten oder Außenbereich <img alt="😄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f604.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist die DGNB?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<strong>Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen</strong>&nbsp;ist im Prinzip das Nachhaltigkeits-Kompetenzzentrum fürs Planen und Bauen in Deutschland. Sie hat ein Bewertungssystem entwickelt, mit dem man messen kann, wie nachhaltig, effizient und ressourcenschonend ein Projekt in allen Lebensphasen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses System ist das mit Abstand Wichtigste seiner Art in Deutschland und wird international angewendet. Und zudem ist das System vom Bund offiziell anerkannt als Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen &#8211; und damit Grundlage bzw. Nachweis-Instrument für den Erhalt mehrerer Qualitätssiegel und Förderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für Biodiversität in Außenräumen wird zum Beispiel geprüft:</strong><br><img alt="🌱" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f331.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Ist genug vielfältiger Lebensraum für Tiere entstanden?<br><img alt="🌿" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f33f.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Wurden heimische Pflanzen verwendet?<br><img alt="💧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a7.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Wird Wasser auf dem Gelände sinnvoll genutzt?<br><img alt="👩‍🌾" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f469-200d-1f33e.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> Ist die Pflege langfristig sichergestellt und erfolgt ökologisch sinnvoll?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den ökologischen spielen aber auch soziale und ökonomische Kriterien eine Rolle. Wer das alles gut durchdenkt und umsetzt, bekommt Punkte – und je nachdem, wie die Bewertung ausfällt, gibt’s eine Auszeichnung (Bronze, Silber, Gold oder sogar Platin). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klingt sehr offiziell – ist es auch. Und es macht richtig Sinn! </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn durch die Prüfung ganzheitlicher Kriterien und ein nachvollziehbares Bewertungssystem wird euer Einsatz für die Biodiversität transparent und hebt sich von &#8222;gut gemeinten&#8220;, aber qualitativ, naja, suboptimalen Bestrebungen anderer ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sonjastadje.de/ich-bin-dgnb-mitlied/">Warum ich Mitglied in der DGNB geworden bin, habe ich hier mal genauer aufgeschrieben.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich jetzt (neu) für euch tun kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann für euch jetzt nicht nur naturnahe Gärten und Lebensräume planen, sondern zusätzlich:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Biodiversitätsfördernde Außenräume ganzheitlich begleiten</strong>&nbsp;– von der Idee bis zur Pflege<br><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Projekte DGNB-konform aufsetzen</strong>&nbsp;– für mehr Struktur, Klarheit und Wirkung <br><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Die Zertifizierung vorbereiten und einreichen</strong>&nbsp;– wenn ihr euch das Label holen wollt<br><img alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Euch unterstützen, auch Bestandsflächen messbar ökologisch aufzuwerten</strong>&nbsp;– sogar ohne Bagger</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das für euch gut ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ihr damit auf der sicheren Seite seid, wenn es darum geht, nachzuweisen, dass ihr mit mir konsequent naturnah und gleichzeitig professionell plant. Und weil ich jetzt mit offiziellem Stempel sagen kann:<br><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<em>Hier entsteht wirklich wertvoller Lebensraum – nicht nur ein bisschen Alibi-Grün fürs Auge.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem könnt ihr die (angestrebte) Zertifizierung auch als überzeugendes Argument nutzen – für Förderanträge, für die &#8222;Credibility&#8220; und für die eigene Gewissheit, etwas richtig Gutes getan zu haben. Denn was ist überzeugender als ein etabliertes Bewertungssystem mit vergleichbaren Kriterien, deren Erfüllung ihr transparent nachvollziehbar macht?!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und ganz ehrlich: Es macht einfach Freude, gemeinsam etwas zu gestalten, das wirklich-wirklich wirkt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Förderanträge: Mit dem Zusatztitel DGNB-Biodiversitätsmanagerin erkennt mich die KfW im <a href="https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-und-Umwelt/Förderprodukte/Umweltprogramm-(240-241)/">KfW-Umweltprogramm</a> als fachlich qualifizierte Planerin sowie als Gutachterin für die Bestätigung der fach- und anforderungsgerechten Umsetzung einer Maßnahme an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lust auf ein Projekt mit mehr Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr gerade überlegt, wie ihr euren Garten, Schulhof oder das Firmengelände in ein kleines Paradies für Mensch und Natur verwandeln könnt –&nbsp;<strong>lasst uns drüber austauschen!</strong><br>Ich bringe meine neue Qualifikation, mein ganzes Herz für Biodiversität und eine Menge kreative Ideen mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="📬" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ec.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> <a href="https://sonjastadje.de/kontakt/">Schreibt mir einfach</a> – ich freu mich drauf!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzliche Grüße<br><strong>Sonja</strong><br><em>Lebensraumplanerin &amp; jetzt auch Biodiversitätsmanagerin <img alt="🌿" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f33f.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Bienen, Blümchen &#038; gute Absichten – warum Biodiversität mehr braucht als Symbolik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 15:15:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität mit Substanz]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Firmen]]></category>
		<category><![CDATA[Insektenfreundlich]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn gute Absichten nicht weit genug gehen Immer mehr Unternehmen möchten ein Zeichen setzen – für Nachhaltigkeit, für Artenvielfalt, für die Zukunft. Und das ist erstmal: richtig gut! Wer heute etwas auf sich hält und in 2025 angekommen ist, pflanzt, lässt summen oder verteilt zumindest Samenpäckchen mit Bienen und Schmetterlingen drauf. Sieht niedlich aus, wirkt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Wenn gute Absichten nicht weit genug gehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer mehr Unternehmen möchten ein Zeichen setzen – für Nachhaltigkeit, für Artenvielfalt, für die Zukunft. Und das ist erstmal: richtig gut!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer heute etwas auf sich hält und in 2025 angekommen ist, pflanzt, lässt summen oder verteilt zumindest Samenpäckchen mit Bienen und Schmetterlingen drauf. Sieht niedlich aus, wirkt ökologisch – und gibt Pluspunkte in der Außendarstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber wie so oft muss man feststellen: Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Vor allem beim Thema Biodiversität begegnen mir immer wieder Maßnahmen, die auf den ersten Blick gut und richtig aussehen – aber am Ende wenig bis gar nichts bewirken. Oder im schlimmsten Fall viel Arbeit, Sponsorengeld und Engagement versenken. Und unter Umständen sogar peinlich werden können &#8211; denn das Wissen über Biodiversität steigt, und immer mehr Menschen können gut und gut gemeint sehr wohl unterschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel schauen wir uns drei dieser beliebten Maßnahmen &#8222;für die Bienen&#8220; etwas genauer an. Mit einem Augenzwinkern, aber auch dem nötigen Ernst. Denn Biodiversität ist kein Imageprojekt, sondern eine echte Verantwortung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">1. Insektenhotels: Deko statt Zuhause?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie stehen an Firmengebäuden, auf Schulhöfen, in Einkaufszonen – oft liebevoll gebaut, mit Tannenzapfen und Bohrlöchern versehen. Das Insektenhotel ist DAS Maskottchen für die Förderung der Artenvielfalt geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie in dem einschlägigen Werbespot &#8222;Wohnst du noch oder lebst du schon?&#8220; könnte man hier fragen: &#8222;Müssen deine Insekten noch ins Hotel oder haben sie schon eine gemütliche Heimat bei dir?&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Hotel-Konstruktionen sind zwar hübsch anzusehen, haben aber kaum praktischen Nutzen für Insekten. (<a href="https://sonjastadje.de/warum-ihr-keine-grossen-insektenhotels-aufstellen-solltet-und-was-ihr-stattdessen-fuer-wildbienen-tun-koennt-basics/">Mehr dazu kannst du übrigens hier lesen</a>.)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was oft schiefläuft:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Falsche Materialien:</strong>&nbsp;Weiches Nadelholz, unsaubere Bohrlöcher, splitterndes Holz – das mögen Insekten ungefähr so gern wie wir ein knarzendes Hotelbett mit Bettwanzen.</li>



<li><strong>Keine Funktion:</strong>&nbsp;Viele Modelle bieten keinen wirklich geeigneten Nistplatz oder fördern Parasiten und Fressfeinde &#8211; denn viele Insekten auf engem Raum sind leichtes gefundenes Fressen.</li>



<li><strong>Lebensgrundlage fehlt:</strong>&nbsp;Selbst wenn das Hotel einwandfrei wäre – <strong>ohne passende Pflanzen und Strukturen drum herum, also ohne Futterquellen und Nistmaterial, zieht hier niemand freiwillig ein</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Fazit:</strong>&nbsp;Ein Insektenhotel ist kein Selbstzweck. Es ist maximal das i-Tüpfelchen – wenn&nbsp;<em>drumherum</em>&nbsp;ein vielfältiger, blütenreicher Lebensraum mit Struktur, Vielfalt und naturnaher Bepflanzung existiert.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">2. Honigbienen als Biodiversitäts-Botschafter: Gute Idee? Leider nein.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir tun was für die Bienen – wir halten jetzt eigene!“ Klingt gut, aber oft liegt da ein Missverständnis zugrunde. <a href="https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/34670.html">Denn Honigbienen sind <strong>keine bedrohte Art</strong></a>, sondern vom Menschen domestizierte Nutztiere – wie Hühner oder Kühe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum der Fokus auf Honigbienen kritisch ist:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Konkurrenz um Ressourcen</strong>: Honigbienen sind effizient, anpassungsfähig und wahre Sammelprofis. Aber das macht sie zu ernstzunehmenden Konkurrenten für spezialisierte Wildbienen, die auf ganz bestimmte, teils sehr seltene Pflanzen angewiesen sind.</li>



<li><strong>Generalisten vs. Spezialisten</strong>: Honigbienen fliegen alle Pflanzen an. Wildbienenarten dagegen sind häufig spezialisiert auf wenige, ganz bestimmte Nahrungspflanzen – die sind, falls vorhanden, dann aber womöglich schon von der Honigbiene „leergesammelt“.</li>



<li><strong>Krankheitsübertragung</strong>: In dicht besiedelten Gebieten kann die Haltung großer Bienenvölker Krankheiten und Parasiten auf Wildbienen übertragen.</li>



<li><strong>Irreführende Pflanzenwahl</strong>: Viele sogenannte „Bienenpflanzen“ wie Robinie, Phacelia oder Lavendel sind zwar Honigbienenmagnete – aber oft wenig nützlich für unsere einheimische Insektenwelt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Fazit:</strong>&nbsp;Wer wirklich Biodiversität fördern will, setzt nicht auf Imkerei, sondern auf&nbsp;<strong>Vielfalt und Strukturen für Wildbienen</strong>&nbsp;– und andere spezialisierte Insektenarten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">3. Saatgutmischungen zum Mitnehmen: Kurz blühend, langfristig enttäuschend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gehören mittlerweile zum Marketing wie Kugelschreiber und Gummibärchen: bunte Saatgutmischungen mit klingenden Namen wie „Blütenzauber“, „Bienenparadies“ oder „Flower Power für den Balkon“. Aber leider verbirgt sich dahinter oft&nbsp;<strong>ein kurzer Knalleffekt ohne nachhaltige Wirkung</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was daran problematisch ist:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Unbekannter Inhalt:</strong> Die meisten Samentütchen verraten uns nicht, was wir da überhaupt säen &#8211; und wem wir damit angeblich etwas Gutes tun. Häufig enthalten sie qualitativ minderwertige Massenware.</li>



<li><strong>Nicht heimisch, nicht nachhaltig</strong>: Viele dieser Mischungen enthalten exotische Zierpflanzen, die zwar hübsch blühen, aber für unsere heimischen Insekten kaum Nutzen haben.</li>



<li><strong>Kurzlebige Effekte</strong>: Oft handelt es sich um einjährige Pflanzen, die einmal kurz spektakulär aufblühen und dann verschwinden – ohne nachhaltigen Lebensraum zu schaffen.</li>



<li><strong>Keine Anpassung an den Standort:</strong>&nbsp;Pflanzen haben ganz verschiedenen Ansprüche an Boden, Licht und Klima – bei &#8222;Blüh-Mischungen&#8220; wird das selten berücksichtigt. So verkommt das Ganze schnell zur braunen Fläche oder zum „Wilden Chaos“ – leider nicht im positiven Sinne. Schon mal eine Blumenwiese im Schatten gesehen? </li>



<li><strong>Tüte auf, verteilen und schon blüht es los</strong>? Schön wär&#8217;s. Zum Ansaaterfolg braucht es etwas mehr als Körner in eine Fläche zu werfen. Sagt einem nur kaum jemand &#8211; und damit ist die Enttäuschung vorprogrammiert.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/>&nbsp;<strong>Fazit:</strong>&nbsp;<strong>Eine gute Saat braucht mehr als ein hübsches Päckchen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebietsheimisches Saatgut, abgestimmt auf Standort, Boden und Pflegekonzept, ist der Schlüssel zu echter Vielfalt. Und ja: Das klingt erstmal weniger sexy. Aber genau hier beginnt echter, wirksamer Artenschutz. (<a href="https://sonjastadje.de/blumenwiese-saum-blumenmischung-bluehstreifen-eine-kleine-uebersicht/">Hier kannst du mehr über Blumenmischungen und gutes Saatgut nachlesen.</a>)</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was Unternehmen wirklich tun können</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand verlangt Perfektion und Allwissenheit. Aber wer als Unternehmen oder Organisation öffentlich Verantwortung für Biodiversität übernimmt, sollte bereit sein,&nbsp;<strong>genauer hinzusehen und dazuzulernen</strong>. Sonst geht´s leicht nach hinten los! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sonjastadje.de/wie-weist-man-biodiversitaet-nach-warum-insektenzahlen-nicht-alles-sagen/" data-type="post" data-id="4145">Denn Biodiversität ist kein Projekt für die Galerie – sondern ein langfristiges Commitment.</a> Und echter Naturschutz ist nicht immer hübsch verpackt, aber dafür wirksam. Und vor allem: glaubwürdig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gute Nachricht: Es gibt großartige Wege, wie Unternehmen mit ihrer Fläche&nbsp;<strong>echten, lebendigen Lebensraum</strong> schaffen können. <strong>Mit mehr Mut, Dinge wirklich zu verändern.</strong> Für Insekten. Für Menschen. Für die Zukunft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also bitte, liebe Unternehmen: Macht es gut und richtig. Informiert euch über <a href="https://sonjastadje.de/mein-angebot-biodiversitaetsmanagement/" data-type="page" data-id="3738">Biodiversitätsmanagement</a>. <a href="https://sonjastadje.de/kontakt/">Ruft Leute wie mich an.</a> Ich helfe euch gern dabei, statt Marketingflächen echte Lebensräume zu schaffen &#8211; mit Ideen, Konzepten und Wildwuchs-Expertise. Versprochen :-).</p>
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			</item>
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		<title>Neuigkeiten: Ich bin Mitglied in der DGNB!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 15:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis und DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen und Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[DGNB]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennst du schon die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)?&#160; Als Verein setzt sich die DGNB mit ihren Mitgliedern für nachweislich gute Gebäude, lebenswerte Quartiere, kurzum für eine zukunftsfähige gebaute Umwelt ein &#8211; und seit Kurzem auch gezielt für mehr Biodiversität in der gebauten Umwelt.&#160; Als Planerin für naturnahe Grün- und Freiräume feiere ich das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kennst du schon die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Verein setzt sich die DGNB mit ihren Mitgliedern für nachweislich gute Gebäude, lebenswerte Quartiere, kurzum für eine zukunftsfähige gebaute Umwelt ein &#8211; und seit Kurzem auch gezielt für mehr Biodiversität in der gebauten Umwelt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Planerin für naturnahe Grün- und Freiräume feiere ich das sehr und freue mich, dass der Fokus der planenden und bauenden Akteure endlich auch darauf gelenkt wird, was zwischen den nachhaltigen Gebäuden eigentlich passiert und wie viel Potenzial für die Biodiversität dort besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen bin ich Mitglied <a href="https://sonjastadje.de/neu-im-portfolio-ich-bin-jetzt-dgnb-biodiversitaetsmanagerin/">und jetzt auch lizensierte DGNB-Biodiversitätsmanagerin</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt, ich bin natürlich weiter als Planerin tätig. Aber: Ich kann euch und euer Unternehmen darüber hinaus &#8211; bezogen auf biodiversitätsfördernde Außenräume &#8211; nicht nur rund um ökologische Grundlagen und Zusammenhänge beraten und die Grundsätze für eine naturnahe Gestaltung und Pflege von Außenanlagen vermitteln, sondern euch auch von Anfang an begleiten, wenn ihr euren Außenraum naturnah umgestalten und nach dem DGNB-System zertifizieren lassen möchtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.dgnb.de/de/nachhaltiges-bauen/biodiversitaet">Schaut gerne mal bei der DGNB vorbei</a> für mehr Info!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freu mich jedenfalls schon auf die Erweiterung meines Leistungsspektrums und auf viele neue naturnahe Betriebs- und Außengelände!&nbsp;<img alt="😊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60a.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du willst auch mehr Biodiversität in deiner Umgebung? Dann nimm gerne <a href="https://sonjastadje.de/kontakt/">Kontakt </a>zu mir auf!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aus der Praxis:  Ein naturnahes Betriebsgelände für die Stadtwerke Neumünster (SWN)</title>
		<link>https://sonjastadje.de/aus-der-praxis-ein-naturnahes-betriebsgelaende-fuer-die-stadtwerke-neumuenster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2024 11:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis und DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen und Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Firmen]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sonjastadje.de/?p=3004</guid>

					<description><![CDATA[Über das Projekt Planung und Projektleitung: Sonja Stadje Naturgarten und Reitenbach Naturgarten-Gestaltung, 2024 Als meine Kollegin Anna und ich im November 2023 zu Gast auf der Wanderausstellung der Außenstelle Natur im Rathaus Neumünster (Schleswig-Holstein) waren, haben wir Juliane, die Leiterin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei den Stadtwerken Neumünster kennengelernt. Aus dem Austausch über eine mögliche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Über das Projekt</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Planung und Projektleitung: <a href="http://sonjastadje.de">Sonja Stadje Naturgarten</a> und <a href="https://reitenbach-naturgarten.de">Reitenbach Naturgarten-Gestaltung</a>, 2024</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als meine Kollegin Anna und ich im November 2023 zu Gast auf der <a href="https://aussenstellenatur.de/eine-ausstellung-geht-auf-reisen/">Wanderausstellung</a> der <a href="https://aussenstellenatur.de">Außenstelle Natur</a> im Rathaus Neumünster (Schleswig-Holstein) waren, haben wir Juliane, die <a href="https://www.stadtwerke-neumuenster.de/nachhaltigkeit-soziales">Leiterin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei den Stadtwerken Neumünster kennengelernt</a>. Aus dem Austausch über eine mögliche Fassadenbegrünung entstanden bei einem Besuch vor Ort im Februar 2024 ungefähr 268 Ideen (mindestens) &#8211; und im Frühling eine Planung für vier Standorte auf dem Gelände der Stadtwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung erfolgte im Juli und im September/Oktober 2024 als Mitmachbaustelle der SWN-Belegschaft unter Annas und meiner Bauleitung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An insgesamt 13 Bautagen haben wir gemeinsam 606 Quadratmeter naturnahes Firmengelände gestaltet, 1900 heimische Wildstauden und 55 Gehölze gepflanzt, 5.420 Blumenzwiebeln versenkt &#8211; und rund 50 Personen aus dem SWN-Team haben alles gegeben <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> !</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Auftakt: Standort Parkplatz und Sozialer Tag im Juli 2024</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01-1024x724.jpg" alt="" class="wp-image-3193" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01-1024x724.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01-300x212.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01-768x543.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01-1536x1087.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_01.jpg 1928w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der bisherige Bewuchs &#8211; eine 15 Jahre alte Lorbeerkirsch-Hecke &#8211; wurde entfernt &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06-1024x730.jpg" alt="" class="wp-image-3187" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06-1024x730.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06-768x547.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06-1536x1094.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_06.jpg 1704w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… und durch eine naturnahe Magerbeet-Pflanzung für sonnige Trockenstandorte ersetzt.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="723" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02-1024x723.jpg" alt="" class="wp-image-3188" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02-1024x723.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02-300x212.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02-768x542.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02-1536x1084.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_02.jpg 1720w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Doch der Weg dorthin hatte mit viel Geschaufel und viel Schweiß zu tun … <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-3191" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03-1024x732.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03-768x549.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03-1536x1098.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_03.jpg 1696w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… denn der &#8222;Mutterboden&#8220; wurde durch eine neue Vegetationsschicht ersetzt und &#8222;angehügelt&#8220;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-3190" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04-1024x732.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04-768x549.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04-1536x1097.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_04.jpg 1702w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dann kamen jede Menge neue, überwiegend in Mitteleuropa heimische Wildpflanzen hinzu &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="728" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05-1024x728.jpg" alt="" class="wp-image-3189" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05-1024x728.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05-300x213.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05-768x546.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05-1536x1092.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_05.jpg 1710w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… und am Ende waren 143 Quadratmeter nicht wiederzukennen &#8211; und alle happy <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1214" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07.jpg" alt="" class="wp-image-3192" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07.jpg 1700w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07-1024x731.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07-768x548.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_07-1536x1097.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Direkt vor dem Haupteingang blüht und summt es jetzt schon mal ordentlich!</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Standort Mensa im September 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im September wurden drei weitere Standorte auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Neumünster naturnah umgestaltet. Einer davon war die Fläche neben der Betriebs-Mensa, die in den warmen Monaten auch als Außen-Sitzbereich genutzt wird. Die Fläche war zu Beginn komplett gepflastert. Hier haben wir ungefähr 70 Quadratmeter entsiegelt und den Standort auch optisch ordentlich aufgewertet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="734" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08-1024x734.jpg" alt="" class="wp-image-3208" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08-1024x734.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08-300x215.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08-768x551.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08-1536x1101.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_08.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufgenommenes Pflaster, Neuauftrag einer Vegetationsschicht und neue, größere Baumscheiben &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09-1024x726.jpg" alt="" class="wp-image-3206" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09-1024x726.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09-300x213.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09-768x545.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09-1536x1090.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_09.jpg 1624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… auch hier mit reichlich Muskeleinsatz!</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="734" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10-1024x734.jpg" alt="" class="wp-image-3207" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10-1024x734.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10-300x215.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10-768x551.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10-1536x1101.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_10.jpg 1612w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dann wurden die entsiegelten Flächen naturnah bepflanzt und neue Sitzgelegenheiten gebaut.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-3205" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11-1024x732.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11-768x549.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11-1536x1097.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_11.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jetzt warten wir auf jede Menge Blüten im kommenden Jahr! <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Standort &#8222;Duft-Orgie&#8220; im September 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Standort liegt auf der anderen Seite der Mensa von SWN, und so kamen wir auf die Idee, den Außenbereich für die Mitarbeitenden durch eine attraktive Aufenthalts-Zone zu erweitern. Der Wunsch nach Wasser kam von Mitarbeitenden, also haben wir auf fast 200 Quadratmetern ehemaliger trister Bodendecker-Fläche einen duftenden, sonnigen Standort mit einem großen flachen Naturteich geschaffen. Eine große Holzterrasse, &#8222;Lümmelbänke&#8220; mit Wasserblick und jede Menge heimische Duftplanzen runden den neuen Ort ab. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="727" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12-1024x727.jpg" alt="" class="wp-image-3213" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12-1024x727.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12-300x213.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12-768x545.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12-1536x1090.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_12.jpg 1626w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bis es so aussah, war erst einmal ordentlich Substrat zu bewegen &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16-1024x726.jpg" alt="" class="wp-image-3214" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16-1024x726.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16-300x213.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16-768x544.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16-1536x1088.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_16.jpg 1620w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… nachdem auf der Fläche <em>tabula rasa</em> gemacht worden war.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-3215" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17-1024x731.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17-768x548.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17-1536x1096.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_17.jpg 1612w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch hier waren jede Menge vereinte Kräfte am Werk &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14-1024x729.jpg" alt="" class="wp-image-3212" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14-1024x729.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14-768x547.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14-1536x1094.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_14.jpg 1618w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… für jede Menge neuen Lebensraum, der nächstes Jahr wunderbar blühen und summen wird <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-3216" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15-1024x731.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15-768x549.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15-1536x1097.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_15.jpg 1610w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zum Ende wurden gemeinsam Blumenzwiebeln gesetzt &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13-1024x730.jpg" alt="" class="wp-image-3211" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13-1024x730.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13-768x547.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13-1536x1095.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_13.jpg 1622w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… und auch hier ist die Vielfalt eingezogen und wartet auf ihre erste Blüh-Saison in 2025!</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Standort &#8222;Schotter-Recycling&#8220; im September 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Standort war mein persönliches &#8222;Gabelfrühstück&#8220;: 100 Quadratmeter Schottergarten in einer Fuge zwischen zwei Gebäuden mit kleinem Lichthof &#8211; auf den man durch ein Fenster in der Empfangszone blickt. Platz für ein richtiges Schätzchen! Hier wurde &#8222;lebensfeindlich&#8220; geradezu ins Gegenteil verkehrt und ein ehemals versiegelter Standort in eine naturnahe Wasser- und Farnwelt verwandelt. So toll, dass wir das machen durften!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18-1024x729.jpg" alt="" class="wp-image-3222" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18-1024x729.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18-300x213.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18-768x546.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18-1536x1093.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_18.jpg 1622w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Gebäudefuge, immerhin 100 Quadratmeter, war zuvor komplett &#8222;geschottert&#8220; &#8211; jetzt lebt sie!</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20-1024x729.jpg" alt="" class="wp-image-3221" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20-1024x729.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20-768x547.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20-1536x1094.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_20.jpg 1620w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… und der Schotter konnte auch noch bleiben und nach Entfernung des Vlieses weiterverwendet werden.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-3220" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19-1024x731.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19-768x548.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19-1536x1096.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_19.jpg 1614w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Lichthof entstand ein klandestiner zweiter Teich &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21-1024x729.jpg" alt="" class="wp-image-3223" srcset="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21-1024x729.jpg 1024w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21-300x214.jpg 300w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21-768x547.jpg 768w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21-1536x1093.jpg 1536w, https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/12/SWN_21.jpg 1624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">… der den Ausblick aus dem Empfangsbereich deutlich aufwertet <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Zukunft wird es nicht nur um die Entwicklung dieser Flächen auf dem Betriebsgelände gehen, sondern es sollen weitere Flächen naturnah umgewandelt werden. Wir freuen uns schon sehr <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> !</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://swn.net/startseite/naturnahes-firmengelaende-fuer-mehr-biodiversitaet">Hier könnt ihr übrigens bei SWN selbst mehr über das Projekt lesen!</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Fotos: A. Reitenbach, S. Stadje, J. Michel, T. Jensen, Collage: A. Reitenbach</em></p>
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		<title>Die große Chance in jedem Garten: Mit Ulrike Aufderheides neuem Buch zur Rasen-Revolution!</title>
		<link>https://sonjastadje.de/buch-rezension-die-rasen-revolution-von-ulrike-aufderheide/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2024 12:22:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität mit Substanz]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausgerechnet im Rasen liegt eine große Chance für die Artenvielfalt! Dieser Gedanke ist so revolutionär wie wichtig. Hier stelle ich Euch das neue Buch "Die Rasen-Revolution" von Ulrike Aufderheide vor - absolut lesenswert und voller Erkenntnisse über den Rasen als Landschaftstyp in Mitteleuropa!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Was?! Kurzgeschorene Rasenflächen sind gar nicht der Inbegriff von naturfeindlicher, menschengemachter Umgebung? Sondern ein uralter, wahnsinnig artenreicher Lebensraum?</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pala-verlag.de/buecher/die-rasen-revolution/">&#8222;Die Rasen-Revolution&#8220;, das neue Buch von Ulrike Aufderheide</a>, stellt unsere Naturgarten-Prinzipien in Frage. Der Rasen, so wie wir ihn kennen &#8211; eine hochgedüngte, perfektionierte, vom Mähroboter akribisch kurz gehaltene, von jedem unverschämten Blümchen und lästigen Insekten befreite und damit unglaublich tote Teppich-Monokultur &#8211; gilt doch geradezu als <strong>Inbegriff des naturfeindlichen Gartens</strong>. Was daran kann bitte natürlich sein? Dieser Frage geht die Lektüre nach &#8211; und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dem Rasen eilt also, insbesondere unter Naturgärtnern, ein schlechter Ruf voraus.</strong> Ulrike Aufderheide selbst hat schmunzelnd eingeräumt, dass sie nicht gedacht hätte, mal Partei für den Rasen zu ergreifen <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> . Doch im Zuge der Lektüre wird schnell klar:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht der Rasen an sich ist unnatürlich, sondern was wir Menschen in viel zu vielen Gärten heutzutage aus ihm machen. Doch das lässt sich ändern!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die &#8222;Rasen-Revolution&#8220; hat einen friedlichen Charakter: Es geht darum, <strong>„aus einem hässlichen Feind einen wunderschönen Freund zu machen“</strong> (S.9). Wir müssen unsere lieb gewonnenen Rasenflächen zugunsten der Artenvielfalt also nicht aufgeben, sondern können sie mit relativ einfachen Mitteln (wieder) in den unersetzlichen Lebensraum zurück zu verwandeln, der sie ursprünglich waren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/05/Wiese-2-1024x640.webp" alt="Eine Wiese voller Blumen in den Alpen"/><figcaption class="wp-element-caption">Es gibt immer weniger Flächen in Europa, auf denen wir noch erahnen können, wie Grasland einst ausgesehen hat &#8230;</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Blick in die Vergangenheit &#8211; „Die Geschichte von den Wiesen und Weiden“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von wegen, kurzes Grasland ist eine Erfindung der Zivilisation! Schon vor Jahrmillionen, lange bevor der Mensch in Mitteleuropa sesshaft wurde, waren es Herden großer Pflanzenfresser wie Auerochsen und Wildpferde, die durch ihr Weideverhalten die Landschaft gestalteten. Sie fraßen und trampelten und hinterließen fortwährend kurz gefressene oder offene Bereiche. Baumsämlinge hatten nur im Schutz dorniger Sträucher die Chance, zu mächtigen Bäumen heranzuwachsen. Die Landschaft war dadurch kleinteilig und mosaikartig: ein stetiger Wechsel aus offenen, verbuschten oder von hohen Bäumen geprägten Bereichen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Später sorgte der Mensch zwar für eine drastische Dezimierung der frei lebenden Großtierherden</strong> &#8211; nicht zuletzt indem er sie jagte und sich davon ernährte. <strong>Jedoch übernahmen dann &#8222;seine&#8220; gezüchteten Nutztiere den Job: Sie hielten die Landschaft offen und verhinderten den flächendeckenden Aufwuchs von Wald.</strong> Erst die Markenteilung im 19. Jahrhundert legte die Beweidung nur noch auf ausgewählten Flächen fest &#8211; und veränderte die Landschaft damit grundlegend. Erst jetzt konnten, vor Viehverbiss geschützt, die dichten Wälder wachsen, die wir heute kennen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/05/Kuh-1-1024x640.webp" alt="Kühe weiden und halten den Rasen kurz"/><figcaption class="wp-element-caption">In den Alpen gibt es sie seit Jahrtausenden und auch heute noch: weidende Rinder und Blumenwiesen</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Kurze Wiesen sind kein Widerspruch zu Artenvielfalt &#8211; im Gegenteil!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir lernen im Buch: Was wir als &#8222;Rasen&#8220; kennen &#8211; kurz gehaltenes Grasland &#8211; hat schon vor uns Menschen existiert. Nicht zuletzt wegen ihres Artenreichtums spielen Wiesen- und Weideflächen in Zeiten der Biodiversitätskrise eine zunehmend große Rolle, und ihr Erhalt wird immer drängender.&nbsp;Doch lange Zeit hat die Wissenschaft Weide- und Wiesenlandschaften als &#8222;künstlich&#8220; betrachtet und den Wald als &#8222;natürlich&#8220; &#8211; und tut es zum Teil immer noch! Dieses Paradigma prägt bis heute(!) die Bewertung von Lebensräumen auf Naturschutz-Ebene, wo es für die ursprüngliche kleinteilige Weide- und Wiesenlandschaft keine treffende Kennzeichnung als schützenswerten Lebensraum gibt (außer in Skandinavien).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deswegen verschwinden</strong> <strong>bis heute in Europa die höchst artenreichen Wiesen und Weiden, während der deutlich artenärmere Wald weiterhin als &#8222;Nonplusultra&#8220; gilt. Höchste Zeit, das zu ändern!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wenigen erhaltenen Weideflächen in Europa gelten, verglichen mit dem Wald, immer noch als weniger wertvoll und laufen Gefahr, in Förderprogrammen zugunsten von Aufforstungsprojekten zu verschwinden. Nach Lektüre des Buches wird die zugrunde liegende Absurdität sehr klar: Die prägenden Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts kannten die Jahrmillionen alten, von Tierherden geformten Landschaften nicht mehr, weil die Politik wenige Jahrzehnte zuvor die Beweidung nur noch auf ausgewählten Flächen erlaubt hatte &#8211; und als Folge beschrieben sie den überall aufgekommenen Wald als ursprünglichen Zustand der Natur Mitteleuropas. Und dieses Missverständnis hält sich so nachhaltig, dass die die Biodiversität erwiesenermaßen fördernde Beweidung in Naturschutzgebieten teils bis heute als &#8222;menschlicher Eingriff&#8220; nicht gestattet wird.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/05/Zeichenflaeche-1-1024x640.webp" alt="Eine Blumenwiese und ihre Vielfalt"/><figcaption class="wp-element-caption">So wunderschön blüht es in einer naturnahen, beweideten oder als Wiese gepflegten Fläche</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Praxis &#8211; „Das Beste aus zwei Welten“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Hälfte des Buches wird es praktisch: Ulrike Aufderheide zeigt detailliert, wie man einen „toten“ Intensivrasen in eine artenreiche, klimaresiliente Fläche verwandelt.&nbsp;Von der Neuanlage bis hin zur Umwandlung bestehender Flächen, die korrekte Pflege, den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Werkzeuge zum Mähen bis hin zum Umgang mit auftretenden Herausforderungen (Wasser, Wühlmäuse, Moos …) &#8211; alles, was an Wissen und Technik für einen gelungenen neu gedachten Blumen-Kräuter-Rasen erforderlich ist, wird verständlich erklärt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch die Frage, wie wir denn nun auch außerhalb unserer Gärten auch im Naturschutz mit größeren Arealen umgehen können, wird beantwortet. Der Schlüssel für den Erhalt liegt bei allen offenen Flächen darin, sich die großen Pflanzenfresser als Landschaftspfleger zum Vorbild zu nehmen. Je näher wir ihrer Art, eine Landschaft zu behandeln und zu formen, kommen, desto abwechslungs- und artenreicher und wird sie.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Pflanzenlisten für jeden Standort</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kommt die <strong>Auswahl der richtigen Pflanzen </strong>nicht zu kurz. Das Buch &nbsp;beinhaltet, wie in Naturgarten-Publikationen üblich, detaillierte Listen, welche Pflanzen sich für verschiedene Boden- und Klimabedingungen eignen. Mit ihnen könnt Ihr eine ausgewogene Mischung schaffen, die das ganze Jahr über blüht und Lebensraum für Insekten und andere Tiere bietet. Herausgehoben wird natürlich auch die Bedeutung einheimischer Pflanzen, die mit den lokalen Bedingungen umgehen können: &nbsp;Im Rasen sind sie besonders robust und pflegeleicht, und selbst ihr Regenerationspotenzial passt sich in kurzer Zeit verschärften Klimabedingungen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über das ganze Buch verteilt finden sich außerdem immer wieder herausgehobene Portraits von Partnerschaften zwischen Pflanzen und „ihren“ Tieren, die mit ihrer unzertrennlichen Verbindung weitere „Indizien“ für den seit Jahrmillionen bestehenden Landschaftstyp und seine Bewohner darstellen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/05/Wiese-1-1024x640.webp" alt="Eine Wiesenfläche, auf der Heu gemacht wird"/><figcaption class="wp-element-caption">Hier wird nicht geweidet, sondern Heu gemacht &#8211; die Vielfalt ist vergleichbar</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Beeindruckendes Wissen trifft Leidenschaft</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte das große Vergnügen, meine ehemalige Dozentin Ulrike Aufderheide mit dem Vortrag, der die Erkenntnisse des Buches &#8222;Die Rasen-Revolution&#8220; vorstellt, bereits im Rahmen der Naturgartentage im Februar 2024 live zu erleben. Eine unbedingte Empfehlung für die Zukunft! Jeder Vortrag von Ulrike Aufderheide lässt einen sprachlos zurück, öffnet jede Menge Augen und stellt bis dahin Selbstverständliches in Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ulrikes Begeisterung ist dabei immer ansteckend und findet sich auch im Buch wieder. Die praktischen Tipps sind fundiert und praxisnah und motivieren dazu, sofort mit der Umsetzung zu beginnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Lass uns &#8222;Rasen&#8220; neu entdecken!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle, die naturnahes Gärtnern lieben und ihren Rasen zwar kurz lassen, aber gleichzeitig in ein Paradies für Pflanzen und Tiere verwandeln wollen, ist dieses Buch ein absoluter Gewinn. Ulrike Aufderheide zeigt, dass Ihr Euch nicht von der bewährten Rasenfläche trennen müsst &#8211; im Gegenteil! <strong>Ein artenreicher Blumen-Kräuter-Rasen ist unglaublich schön anzusehen und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also bereit ist, sich auf neue Wege in der Gartenpflege einzulassen &#8211; im Prinzip in bester Rindermanier <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> &#8211; findet in diesem Buch alle erdenklichen Anregungen und praktische Tipps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Nicht nur) als Planerin für naturnahe Grün- und Freiräume kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, wenn Ihr nicht nur Euren Rasen artenreicher machen möchtet, sondern dabei auch tiefer in die „Rasen, Weiden und Wiesen“-Materie einsteigen wollt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich würde sogar soweit gehen, das Buch auch denen unter Euch zu empfehlen, die überhaupt keinen Rasen haben, sich aber für Naturschutz und elementare natürliche Zusammenhänge interessieren: Wie in diesem Buch (überfälligerweise) mit dem Paradigma vom natürlichen Wald aufgeräumt wird und die verloren gegangene Kenntnis über die Rolle der von uns ausgerotteten großen Tierherden endlich wieder zum Vorschein kommt, sollte eigentlich in jedem Biologiebuch stehen &#8211; insbesondere in Zeiten des Artensterbens. Das wäre mein Wunsch für die Zukunft <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="470" consent-by="services" consent-id="471"/> .</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2024/05/Garten-1-1024x640.webp" alt="Rasen mit nur zum Teil kurz gemähter Fläche"/><figcaption class="wp-element-caption">Anders mähen und pflegen macht den Garten viel schöner &#8211; und artenreicher!</figcaption></figure>
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		<title>&#8222;Insektenmagnet&#8220; Schmetterlingsflieder &#8211; warum wir ihn BITTE NICHT pflanzen sollten</title>
		<link>https://sonjastadje.de/der-schmetterlingsflieder-eine-invasive-bedrohung-fuer-die-heimische-flora-und-fauna/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2023 08:18:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität mit Substanz]]></category>
		<category><![CDATA[Der grüne Mittelfinger]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Insektenfreundlich]]></category>
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					<description><![CDATA[Als "Insektenmagnet" ganz hoch im Marketing-Ranking und dabei  viel weniger toll als sein Ruf: der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii). Hier erfährst Du, warum.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der Schein trügt beim Schmetterlingsflieder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein farbenfroher Anblick, der zahlreiche Schmetterlinge in den Garten lockt &#8211; der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) wird oft als DIE bei Faltern beliebte Pflanze gepriesen. Ursprünglich aus China und Tibet stammend, fand dieser blühende Strauch ab dem frühen 20. Jahrhundert den Weg in europäische Gärten. Im Marketing ist er sogar der Inbegriff des &#8222;insektenfreundlichen&#8220; Gartens. <strong>Tausende von Sommerfliedern werden jedes Jahr an Menschen verkauft, die &#8222;Schmetterlingen etwas Gutes tun&#8220; wollen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch leider hat sich der einst so geschätzte Sommerflieder stellenweise zu einer ernsthaften Bedrohung für die Umwelt entwickelt, da er als sogenannter<strong> <em>invasiver Neophyt</em> in unseren Breitengraden keine natürlichen &#8222;Fress&#8220;feinde</strong> (<a href="https://sonjastadje.de/ist-das-insektenfreundlich-oder-wirklich-nuetzlich-fuer-insekten/">siehe hier</a>) besitzt bzw. nicht Teil des regionalen Ökosystems ist. In der Schweiz und anderen Ländern steht er bereits auf der schwarzen Liste und darf nicht mehr verkauft werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein invasiver Neophyt: Warum der Schmetterlingsflieder problematisch ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schmetterlingsflieder mag auf den ersten Blick ziemlich harmlos aussehen. &#8222;Bei mir im Garten ist er aber überhaupt nicht ausbreitungsfreudig!&#8220; hört man oft. Das stimmt auch mit Sicherheit: Auf nährstoffreichen Böden bleibt die Buddleja meist sehr zahm. Sie ist eine Pionierpflanze sehr magerer, trockener Böden. Und auf die gelangt sie aus den Gärten über ihre leichten Samen, die sehr weit fliegen können, und fasst viel lieber auf Brachflächen wie Flussufern, Bahndämmen oder verlassenen Industriearealen Fuß. Schon mal gesehen? Dort entstehen in kürzester Zeit regelrechte Buddleja-Monokulturen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinterf#§z1ger Eroberer: Wie der Schmetterlingsflieder Magerstandorte bedroht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt könnte man sagen, na super, aber was gehen mich der Bahndamm oder andere Un-Orte an? Fakt ist (leider): Unsere gesamte Landschaft ist so optimiert und zugedüngt und mit Stickstoff aus der Luft angereichert, dass trockene, magere Brachen zu wertvollen Refugien werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen selten gewordenen Biotopen leben oftmals Spezialisten für Mager- und Trockenböden. Mit dem Schwinden der Magerstandorte durch den allgegenwärtigen, hohen Nährstoffeintrag sind auch diese Spezialisten zunehmend bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt nun die Buddleja dazu, wandelt sie den Boden dieser Biotope im Nu um: Unter ihren weit herunterhängenden Zweige mit viel Blattmasse sammeln sich Laub und andere organische Reste. Das reichert den Boden schneller als sonst mit Nährstoffen an. Der Magerstandort verschwindet, wird zu einem nährstoffreichen 08/15-Standort, und mit ihm verschwinden die vielen, &nbsp;ohnehin schon seltenen Spezialistenarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser negativen Auswirkungen haben einige Länder, darunter auch die Schweiz und das Vereinigte Königreich, bereits Maßnahmen ergriffen, um den Verkauf und die Verbreitung des Schmetterlingsflieders einzuschränken. Die schwarze Liste für invasive Pflanzenarten soll dazu beitragen, das Bewusstsein für dieses Problem zu stärken und den Gartenliebhabern alternative, nicht-invasive Pflanzen zu empfehlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Täuschung im Garten: Die trügerische Attraktivität für Schmetterlinge</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>&#8222;Aber er ist doch so wichtig als Nahrung für Schmetterlinge!&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich die Blüten des Schmetterlingsflieders genauer anguckt, stellt man Folgendes fest:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Blüten sind sehr schmal und tief und haben unten auch noch Haare, die wie eine Reuse wirken: rein ja, raus nicht. Außer Schmetterlingsrüsseln kommt fast niemand so tief in eine Blüte hinein. Winzige Insekten können auf den Grund krabbeln – aber sie kommen wegen der Reusenhaare nicht mehr heraus, sondern verenden in der Blüte.</li>



<li>Eine wirklich winzige Menge Pollen sitzt etwa auf der Hälfte – sie ist so klein, sie nützt kaum einem Insekt etwas.</li>



<li><span style="font-size: revert;">Der Nektar sitzt noch weiter unten in der Blüte. Auch diese Menge ist wirklich winzig und schnell „aufgebraucht“</span><br></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der &#8222;Nährwert&#8220; der Buddleja hält sich also stark in Grenzen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum &#8222;fliegen&#8220; dann die Schmetterlinge so auf die Buddleja?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen eines fiesen Tricks: <strong>Der Nektar hat nicht viel zu bieten, verfügt aber über sehr starke Lockstoffe. SO stark, dass er alle möglichen Insekten magisch anzieht.</strong> Auch wenn die Blüte schon keinen Nektar mehr enthält, werden immer noch Schmetterlinge angelockt und testen verzweifelt alle Blüten durch, um Nahrung zu bekommen. Statt zu aussichtsreicheren Essensquellen weiterzufliegen, vergeuden sie hier wertvolle Zeit und Energie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt: Die Wirkstoffe stehen im Verdacht, die Schmetterlinge regelrecht zu &#8222;bedröhnen&#8220;, also wie eine Droge benommen zu machen und ihre Instinkte und damit ihre Überlebensfähigkeit zu schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit sich die Buddleja, freundlich gesagt, auch zu einer #arschlochpflanze qualifiziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alternativen: Nachhaltige Pflanzen für einen insektenfreundlichen Garten</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst kann, nein, muss man sagen: Buddleja davidii, &#8222;unser Schmetterlingsflieder&#8220;, ist keine wirklich nette Pflanze. Als gut besuchter &#8222;Schmetterlingsmagnet&#8220; mag der Strauch zwar auf den ersten Blick verlockend sein &#8211; nur steckt halt nicht viel hinter der Fassade, im Gegenteil.</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Verantwortung im eigenen Garten übernehmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich haben auch einheimische Pflanzen ihre fiesen Tricks, um sich Insekten anzulocken oder vom Leib zu halten. <strong>Aber wenn wir schon etwas für die Schmetterlinge tun wollen, dann sollten wir als verantwortungsbewusste Gärtner und Naturfreunde unseren Beitrag zum Erhalt ihres natürlichen Lebensraumes leisten &#8211; und zu dieser Verantwortung gehört eben auch, die Ausbreitung invasiver Arten wie dem Schmetterlingsflieder einzudämmen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem wir uns für heimische Pflanzenarten entscheiden und uns über die potenziellen ökologischen Auswirkungen unserer Gartenpflanzen informieren, tragen wir dazu bei, die regionale Flora und Fauna zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.naturadb.de/pflanzen/buddleja-davidii/">Mehr über die Buddleja lesen? Starte hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/service/Dokumente/skripten/skript352.pdf">Noch mehr? Siehe hier, S. 60f</a></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://sonjastadje.de/wp-content/uploads/2023/07/jan-meeus-SfFMhcekh24-unsplash-1024x683.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption"><em>n diese langen, schmalen Blüten kommt man nur, wenn man winzig ist &#8211; oder einen langen Schmetterlingsrüssel hat. Alle anderen, auch diese Besucherin, werden zwar vom starken Nektarduft angelockt, gehen aber höchstwahrscheinlich leer aus.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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